04.01.2020, 20:53 Uhr

Er kam freiwillig zur Polizei 16-Jähriger mehrere hundert Kilometer mit dem Auto unterwegs – „ich wollte schon immer mal nach Bayern“

(Foto: Ralph Hoppe/123rf.com)(Foto: Ralph Hoppe/123rf.com)

Relativ glimpflich endete die Spritztour eines 16-jährigen Niedersachsen am Freitag, 3. Januar 2020, im unterfränkischen Bad Kissingen. Glimpflich, da bei seiner Autofahrt quer durch halb Deutschland dem Sachstand nach keine Personen zu Schaden kamen. Ungeachtet dessen laufen strafrechtliche Ermittlungen gegen den Jugendlichen.

UNTERFRANKEN Am Silvestertag, Dienstag, 31. Dezember 2019, hatte sich der 16-Jährige den SUV einer Jugendeinrichtung an seinem Wohnort in Niedersachsen unberechtigt angeeignet und war seitdem mit dem Pkw auf unbekannten Wegen. Am Freitagabend erschien der Jugendliche bei der Bad Kissinger Polizeiinspektion, hungrig aber wohlauf, und beendete damit selbst seine mehrere hundert Kilometer lange Spritztour. Die Polizeibeamten fanden schnell heraus, dass sowohl der junge Mann, als auch der Pkw von den Kollegen in Niedersachsen gesucht wurden und veranlassten alles Weitere. Noch am Abend holten die Eltern den Ausreißer in Bad Kissingen ab. Der von ihm benutzte SUV ist nicht mehr verkehrssicher und wurde abgeschleppt. So war unter anderem die Heckscheibe erheblich beschädigt.

Das Verhalten des 16-Jährigen hat jetzt nicht unerhebliche strafrechtliche Konsequenzen. Gegen ihn wird unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Unterschlagung des Pkws und Tankbetrugs ermittelt. Der zurückgelegten Strecke zufolge muss er mindestens zweimal den Pkw getankt haben, ohne zu bezahlen.


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