30.04.2019, 06:18 Uhr

SEK stürmt Haus im Landkreis 35-Jähriger verschanzt sich – Polizei findet Waffenarsenal!


Ein 35-Jähriger hielt in der Nacht von Montag auf Dienstag, 29. auf 30. April, Hagelstadt im Landkreis Regensburg in Atem. Der Mann, der zuvor öfter in einer Ritterrüstung gesehen wurde, hatte sich in dem Haus verschanzt. Unter den Hausbewohnern waren auch Kinder. Die Polizei konnte die Lage unblutig klären.

HAGELSTADT In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es gegen Mitternacht in Hagelstadt im Landkreis Regensburg zu einem Großeinsatz an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Nachdem ein 35-jähriger Mann sich mit sechs weitere Bewohnern, darunter mehreren Kindern, in einem Wohnhaus in der Böhmerwaldstraße verschanzte, fuhren die eingesetzten Polizisten große Geschütze auf.

Das Sondereinsatzkommando aus Nürnberg wurde verständigt. Während der Anfahrt der Sonderkräfte, konnten die Polizisten die sechs weiteren Bewohner unverletzt aus dem Wohnhaus retten. Mithilfe einer Verhandlungsgruppe der Polizei versuchten die Kräfte, den 35-jährigen zum Aufgeben zu überreden. Doch alle Versuche scheiterten. Nachdem auch der Polizei bekannt war, dass der Mann wohl mehrere Waffen, wie Schwerte, Äxte, Säbel, etc. besitzt, gingen die Einsatzkräfte mit besonderer Vorsicht vor. Gegen 2 Uhr nachts trafen die Kräfte des Sondereinsatzkommandos am Feuerwehr Gerätehaus in Hagelstadt, welches als Rettungstreffpunkt deklariert war, ein. Nach einer kurzen Lagebesprechung, ging ein erster Trupp des SEKs vor und sicherte das Haus. Ein zweiter Trupp folgte wenige Minuten drauf. Mithilfe einer Granate kam es gegen 4 Uhr nachts zu einem ohrenbetäubenden Knall. Dieser sollte den 35-jährigen erschrecken. Im selben Moment stürmten die Spezialkräfte das gesamte Wohnhaus.

Nach wenigen Minuten kam dann die beruhigende Nachricht. Der Mann konnte erfolgreich überwältigt werden, verletzt wurde niemand. Wie sich später herausstellte, konnten die Einsatzkräfte ein regelrechtes Waffenarsenal, bestehend aus mehreren Äxten, Schwerter, Dolche und Messer in der Wohnung des Mannes auffinden. In wie weit diese Gegenstände sich nun im legalen oder illegalen Besitz befinden, konnte vor Ort noch nicht weiter erläutert werden. Der 35-jährige Mann wurde mit einem RTW ins Bezirkskrankenhaus nach Regensburg gebracht. Auch die Spurensicherung rückte an, nachdem der Mann festgenommen werden konnte.

Nachbarn schilderten, dass der 35-jährigen immer sehr ruhig war. Gesprochen hat er kaum. In dem kleinen Dorf kannte ihn wohl jeder. Ein Anwohner schildert, er habe den Mann öfter in einer Art Ritterrüstung gesehen, wie er auf dem nahen Sportplatz verschiedene Kampfübungen durchgeführt haben soll. Hierzu hatte er auch immer eine Axt oder ein Schwert mit dabei.