26.04.2019, 11:59 Uhr

Dreiste Aktion 52-Jähriger lässt seinen Hund im heißen Auto, Tier stirbt – ein Zettel macht nun fassungslos

Der Halter, ein 52-Jähriger aus Hattingen, den Hund wohl nicht zum ersten Mal im Auto gelassen. Auf dem Armaturenbrett hatte er eine Nachricht platziert! (Foto: Polizei Düren)Der Halter, ein 52-Jähriger aus Hattingen, den Hund wohl nicht zum ersten Mal im Auto gelassen. Auf dem Armaturenbrett hatte er eine Nachricht platziert! (Foto: Polizei Düren)

„Nach stundenlangem Aufenthalt in einem verschlossenen Auto starb am Mittwoch ein Hund. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde eingeleitet“, das meldet die Polizei in Düren. Leider kommt so etwas immer wieder vor, doch dieser Fall aus Nordrhein-Westfalen ist kaum zu glauben.

JÜLICH Gegen 14.10 Uhr ging am Mittwoch, 24. April, bei der Leitstelle der Polizei die Meldung ein, „dass die Feuerwehr an einem Pkw in der Wilhelm-Johnen-Straße eine Scheibe eingeschlagen habe, um einen darin untergebrachten Hund zu befreien“, so der Bericht der Polizei. Das Tier aber konnte nur noch tot aus dem Auto geborgen werden, es hatte die Hitze nicht überlebt. Zuvor hatte ein Zeuge gesehen, dass die Scheiben des Fahrzeuges beschlagen sind, bei einer Außentemperatur von circa 25 Grad waren alle Fenster geschlossen. „Der Hundehalter, der im Verlauf des Einsatzes vor Ort erschien, gab an, erst zwei Stunden zuvor nach dem Hund geschaut und diesen mit Wasser versorgt zu haben. Aufgrund der Auffindesituation – komplett feuchter Innenraum, beschlagene Scheiben – kamen bei den Beamten vor Ort an dieser Schilderung Zweifel auf.“, so die Polizei weiter.

Und dann kam’s: „Zudem hatte der Halter, ein 52-Jähriger aus Hattingen, den Hund wohl nicht zum ersten Mal im Auto gelassen. Auf dem Armaturenbrett hatte er eine Nachricht platziert!“ Und diese Nachricht hat es in sich: „An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um ihre Sachen und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!“ Bei solch einer Formulierung steht man sprachlos da und fragt sich, was in den Köpfen mancher Menschen vor sich geht.

„Ein solches Verhalten ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch strafbar. Hundehalter sollten ihre Tiere nicht in verschlossenen Fahrzeugen zurücklassen“, klärt die Polizei nun auf – und das sicher nicht zum ersten Mal. „Die Temperaturen im Inneren können schnell steigen – auch bei vermeintlich milden Außentemperaturen. Hunde können diese nicht ausgleichen, ihnen droht ein Hitzschlag. Ein Dank gilt dem Zeugen, der sich von der Notiz im Fahrzeug nicht hat beirren lassen – auch wenn letztlich für den Hund jede Hilfe zu spät kam.“


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