11.01.2019, 16:13 Uhr

Heftig Polizei veröffentlicht Video von brutalem Angriff auf AfD-Bundestagsabgeordneten Magnitz

Der verletzte AfD-Politiker. (Foto: Polizei Bremen)Der verletzte AfD-Politiker. (Foto: Polizei Bremen)

Die Bremer Polizei geht in die Offensive: Nach Spekulationen über einen Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz. Die AfD hatte unmittelbar nach dem Überfall davon gesprochen, dass Magnitz mit einem Kantholz verletzt worden sei. Jetzt sieht man auf dem Video: Ein Raubüberfall kann es nicht gewesen sein, vielmehr scheint es sich um eine gezielte brutale Attacke auf das Leben von Magnitz zu handeln.

BREMEN Die Bremer AfD hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Attacke diese Mitteilung veröffentlicht:

„Unser Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz ist am Montag von drei vermummten Männern angegriffen worden. Sie lauerten ihm vor dem Theater am Goetheplatz auf, als er den Neujahrsempfang des Weser-Kuriers in der Kunsthalle verließ. Mit einem Kantholz schlugen sie ihn bewusstlos und traten weiter gegen seinen Kopf, als er bereits am Boden lag. Dem couragierten Eingriff eines Bauarbeiters ist es zu verdanken, dass die Angreifer ihr Vorhaben nicht vollenden konnten und Frank Magnitz mit dem Leben davongekommen ist. Er liegt nun schwer verletzt im Krankenhaus.“

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft dementierten relativ schnell, dass ein Bauarbeiter zu Hilfe geeilt sei. Zudem stellten die Ermittler richtig, dass kein Kantholz im Spiel war.

Jetzt zeigt das aktuelle Video der Polizei, das 66 Sekunden dauert und den Vorgang detailliert darstellt: Weder ein Kantholz, noch ein zur Hilfe geeilter Handwerker sind zu sehen. Dafür erkennt man, dass es sich um eine eindeutige brutale Attacke auf den AfD-Politiker handelte. Von einem Raubüberfall kann auch keine Rede sein: Schließlich zeigt das Video, wie sich zunächst zwei Männer schnell nähern, einer stößt den Politiker heftig zu Boden, dabei hat er sich offenbar auch die Kopfverletzungen zugezogen, die auf den Kanälen der AfD im Internet zu sehen waren.

Der Staatsschutz prüft nun ein Bekennerschreiben, das auf der linksradikalen Internetseite Indymedia veröffentlicht wurde. Ob es sich tatsächlich um einen Angriff der Antifa handelt, ist noch nicht klar. Wäre dies aber so, dann hätte das linksradikale Spektrum eine neue Eskalationsstufe erreicht. Während bislang - wie am G20-Gipfel - die Gewalt ausschließlich gegen Polizisten und mithin den Staat gerichtet war, hätte es sich bei dem Angriff auf den AfD-Politiker um ein politisches Attentat gehandelt.

AfD-Politiker Magnitz. (Foto: AfD Bremen)