08.01.2019, 15:43 Uhr

In flagranti erwischt Liebhaber flüchtet vor dem Freund einer Schweinfurterin aus deren Wohnung – nackt!

(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)(Foto: Joerg Huettenhoelscher/123rf.com)

Einen Einsatz der nicht alltäglichen Art hatten die Ordnungshüter am Montagabend zu bewältigen. Nach dem Notruf eines Einwohners der Keßlergasse dass ein nackter, schwarzer Mann von seinem Balkon aus auf ein benachbartes Vordach lief, konnte der Flüchtende wenig später im Bereich des Marktplatzes festgenommen werden.

SCHWEINFURT Gegen 22.16 Uhr ging die erste Mitteilung bei der Polizei über den genannten Sachverhalt ein. Beinahe zeitgleich wandte sich eine weitere Anruferin mit einer ähnlichen Mitteilung an die Polizei. Sie gab an, dass ein nackter, schwarzer Mann vor ihrer Wohnung im zweiten Obergeschoss stand. Nach der Aufforderung, sofort zu verschwinden, flüchtete der Unbekannte über das Treppenhaus in die Keßlergasse. Dort konnte der zunächst unbekannte, nackt durch die Keßlergasse in Richtung Marktplatz Rennende durch eine Funkstreife erkannt und wenig später angehalten und vorläufig festgenommen werden. Bei seiner ersten Befragung gab der 33-jährige ivorische Asylbewerber glaubhaft an, bei einer Dame, deren Namen er partout nicht nennen wollte, auf Besuch gewesen zu sein. Nachdem der eigentliche Freund völlig unerwartet heimgekommen ist, flüchtete er Hals über Kopf und unter Zurücklassung sämtlicher Kleidungsstücke aus ihrer Wohnung. Aus Angst vor dem Freund wollte er zunächst bei den beiden Anrufern Hilfe suchen, zog es dann aber doch vor, davon zu laufen.

Bei einem Atemalkoholtest erreichte der „Flüchtling“ einen umgerechneten Wert von 0,86 Promille. Zudem gab er an, auch Cannabis konsumiert zu haben. Bei seiner Überprüfung wurde weiterhin festgestellt, dass er derzeit ohne festen Wohnsitz, die Aufenthaltsgestattung erloschen, der Asylantrag abgelehnt und seit einem knappen Jahr die Abschiebung angedroht ist. Weil der Beschuldigte somit unmittelbar ausreisepflichtig ist, wurde er in eine Haftzelle verbracht. Dort wurde er mit Decken und Kleidungsstücken versorgt.

Im Laufe des Dienstags, 8. Januar, sollen die weiteren möglichen ausländerrechtlichen Maßnahmen geklärt werden. Zudem werden Ermittlungsverfahren wegen Belästigung und illegalem Aufenthalt eingeleitet.


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