01.08.2018, 12:29 Uhr

Bereits 68 Filter in Betrieb Projekt aus Regensburg sorgt für sauberes Trinkwasser


„Mit Leidenschaft und Engagement für das Menschenrecht ,sauberes Trinkwasser‘ – das ist das Motto der Regensburger Studenteninitiative „Hydro Solution“. „Durch den Einsatz von so genannten Biosandfiltern werden rund 99 Prozent der krankheitserregenden Keime aus verschmutztem Trinkwasser herausgefiltert. Bislang profitieren davon bereits über 2.000 Menschen in Kenia und Burkina Faso“, sagt Nina Auer. Sie betreut das Projekt.

REGENSBURG Begonnen hatte alles vor etwa zwei Jahren, als Nina Auer zusammen mit Maximilian Dötterl das Projekt innerhalb der Studierendeninitiative „Enactus“ ins Leben rief. Seither ist das Team gewachsen, seit Oktober 2017 agiert „Hydro Solution“ nun als eigenständige Organisation. Ziel ist es, direkt vor Ort in den betroffenen Regionen mit einer speziellen Langsamsandfiltration für sauberes Wasser zu sorgen. Vor Ort wird mit lokalen Ressourcen gearbeitet, dabei wird möglichst günstig produziert. 50 Liter Wasser kann solch ein Filter am Tag reinigen, „68 von ihnen wurden bereits produziert und in diversen Privathaushalten und Klassenzimmern installiert“, berichtet Auer. Einer dieser kleinen Filter sichert einer Schulklasse oder Großfamilie den täglichen Trinkwasserbedarf. Seit Mai 2018 steht durch Hydro Solution nun auch der erste Großfilter an einer Schule in Empiron im Süden Kenias – 600 Kinder haben so sauberes Trinkwasser – und auch sauberes Wasser für grundlegende Hygienemaßnahmen ist vorhanden. Das Besondere am Projekt: Die Filter werden vor Ort produziert. Das macht es möglich, dass sich die Einheimischen Geld verdienen. „Der Verein arbeitet also nach dem Prinzip ,Hilfe zur Selbsthilfe‘ und legt dabei höchsten Wert auf Nachhaltigkeit“, so Auer. Auch die geplante Produktionsstätte ist mittlerweile fertiggestellt. Im August geht es für einige „Hydro Solution“-Mitstreiter nach Kenia zu weiteren Schulungen, auch eine Reise nach Burkina Faso ist geplant.

Mittlerweile hat sich der Erfolg des Projektes herumgesprochen: Bei der Verleihung des Green Tec Awards gelang „Hydro Solution“ der Sprung in die Top 3. Und Anfang Juni konnten die Verantwortlichen die begehrte Auszeichnung als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ entgegennehmen.

„Diese Auszeichnung ehrt uns und das Start-up-Center der OTH Regensburg, mit dem wir uns gemeinsam beworben haben, wirklich sehr“, sagt Nina Auer. „Es spornt uns an, unseren Weg weiterzugehen und an unseren Vereinszielen festzuhalten.“

Und die Vision steht: In den kommenden zwei Jahren sollen mindestens 10.000 weitere Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können! Daran arbeitet „Hydro Solution“ – und ist dabei auf Spenden angewiesen. So muss zum Beispiel die geplante Arbeitsreise nach Burkina Faso noch finanziert werden.

Weitere Informationen zum Projekt „Hydro Solution“ und auch die Daten des Spendenkontos finden Interessierte im Internet unter www.hydrosolution.org.


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