19.02.2018, 09:10 Uhr

Internet Die Otto-Hahn-Straße ist wieder im Tal der Ahnungslosen – Totalausfall bei Kabel Deutschland

Die etwas eigentümlich aussehenden Gebäude an der Uni wurden für die Amerikaner gebaut. Foto: ceDie etwas eigentümlich aussehenden Gebäude an der Uni wurden für die Amerikaner gebaut. Foto: ce

Die Otto-Hahn-Straße an der Regensburger Uni ist erneut zum Tal der Ahnungslosen geworden. Seit Mittwoch, 14. Februar, ist in zahlreichen Haushalten das Internet, das Telefon und das Kabelfernsehen ausgefallen.

REGENSBURG Nein, die Otto-Hahn-Straße scheint technisch vom Unglück verfolgt. Die eigentümlichen Häuser an der Regensburger Universität wurden einst für amerikanische Soldaten gebaut, die in Bayern stationiert waren. Später zogen Bundesbeamte und Bundeswehrler in die seltsamen Eternit-Riegel, die eigentlich in bester Lage zwischen ehemaliger Nibelungenkaserne und Universität liegen. Doch seit einigen Jahren wirken die bauten, die von der Bundesanstalt für Immobilien verwaltet werden, wie aus der Zeit gefallen.

Jetzt wurde ein Teil der Gebäude verkauft, das Areal hin zur Uni neu bebaut. Schon im November 2017 gab es einen Totalausfall bei Kabel Deutschland, das von Vodafone gekauft wurde. Jetzt kam es zu Abrissarbeiten, seitdem ist das Areal erneut ohne Internet und Telefon. Anwohner schildern dem Wochenblatt, dass sie sich von Vodafone völlig im Stich gelassen fühlen. „Wahrscheinlich haben sie von den 392 Anwohnern Anrufe und Mails bekommen, aber man vertröstet uns ständig und behauptet, die Techniker seien schon vor Ort“, sagt ein entnervter Bewohner einer Wohnung in dem Areal. Im November 2017 waren von der Störung 160 Haushalte betroffen, die kein Kabelfernsehen mehr hatten, hinzu kamen 55 Haushalte, die auf das Internet und das Telefon verzichten mussten. Diesmal dauert die Störung bereits eit Mittwoch gegen 21.30 Uhr, offenbar kam es zu einem Schaden, nachdem Abrissarbeiten an der vorderen Häuserfront durchgeführt wurden.

Wie lange die Störung diesmal dauert, ist nicht bekannt. Anrufer haben uns mit dem Handy erreicht, doch auch der Handy-Empfang ist durch die Bauweise der Gebäude in den Wohnungen sehr schlecht. „Wir haben hier viele alte Leute, die kein Handy haben, wenn da etwas passiert, sind sie völlig auf sich allein gestellt und können nicht einmal Hilfe holen“, sagt uns ein anderer Anwohner. Vodafone habe angekündigt, dass die Störung bis zu 14 Tage dauern kann. „Es ist maßlos, unsere Kinder gehen auf die FOS, die brauchen das Internet zum Lernen“, sagte eine Anwohnerin zum Wochenblatt.