07.12.2017, 14:16 Uhr

Start am 26. Dezember 100 Trucker schenken Freude in den ärmsten Regionen Europas

(Foto: Johanniter)(Foto: Johanniter)

Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten – wir überlegen, was wir unseren Lieben schenken, wo die Weihnachtsfeier stattfinden soll und was es an Heiligabend zum Essen gibt. In anderen Regionen dieser Erde aber sorgt man sich um ganz andere Dinge: Gibt es an Weihnachten überhaupt etwas zum Essen?, fragen sich da viele. An Geschenke denken die Menschen in vielen Regionen gar nicht. Die Johanniter-Weihnachtstrucker schenken jedes Jahr in diesen Regionen ein kleines bisschen Weihnachtsfreude.

REGENSBURG „Viele Menschen in Südosteuropa leiden besonders in den Wintermonaten große Not und Hunger. Oft fehlt es am Allernotwendigsten“, sagt Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. in Ostbayern. Und so werden am 26. Dezember zahlreiche Trucks von Landshut aus nach Rumänien, Bosnien und Albanien aufbrechen – an Bord haben sie jeweils 1.300 bis 1.400 Päckchen. „Die Päckchen sind für viele ein echtes Stück Überlebenshilfe – und werden wie ein wahrer Segen in Empfang genommen“, sagt Andreas Denk, Sachgebietsleiter für Marketing, Kommunikation, Vertrieb und Fundraising in Ostbayern.

Seit vielen Jahren mit dabei ist Christian Lang aus Regensburg. Der Trucker verbringt den zweiten Weihnachtsfeiertag nicht mit seiner Familie, er macht sich auf, um in Albanien etwas Freude zu schenken. Lang berichtet dem Wochenblatt, dass ihn vor allem die Dankbarkeit der Menschen sehr beeindruckt. „Die Kinder strahlen, wenn sie ein Malbuch und Stifte auspacken“, berichtet er. „Oder die Schokolade!“ Seit vielen Jahren ist Lang dabei, wenn die Johanniter zu den Weihnachtstruckern aufrufen, über 1.000 Päckchen hat er jedes Jahr an Bord seines Lastwagens. „Es gibt mir so viel zurück“; sagt Lang. „Die Menschen strahlen einen einfach nur an!“ Lang berichtet vom herzlichen Empfang, der den Truckern an den Zielorten bereitet wird. Das ganze Dorf kommt zusammen.

Die Päckchen können bis Freitag, 15. Dezember, in allen Dienststellen der Johanniter sowie in allen Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl abgegeben werden. Die rund 100 ehrenamtlichen Weihnachtstruck-Fahrer starten dann zusammen mit zahlreichen Helfern am zweiten Weihnachtsfeiertag ihre mehrtägige Reise – es geht in die ärmsten Gegenden nach Albanien, Bosnien und Rumänien. „Damit die Helfer am Zoll keine Probleme bekommen und die Menschen möglichst gleichwertige Päckchen erhalten, ist es wichtig, sich beim Packen genau an die Packliste zu halten. Wer möchte, kann eine Karte mit einem persönlichen Weihnachtsgruß beilegen. Die Artikel sollten in einen möglichst stabilen Karton von geeigneter Größe gepackt werden“, so die Johanniter. Der Weg ist weit – und die Vorschriften sind streng, die man zum Beispiel an Grenzübergängen einhalten muss.

Und was soll hinein ins Paket? Ein Geschenk für Kinder (Malbuch oder -block, Malstifte), drei Kilo Zucker, drei Kilo Mehl, ein Kilo Reis, ein Kilo Nudeln, ein Liter Speiseöl in Plastikflaschen, drei Packungen Multivitamin-Brausetabletten, drei Packungen Kekse, fünf Tafeln Schokolade, 500 Gramm Kakaogetränkepulver, zwei Duschgel, eine Handcreme, zwei Zahnbürsten und zwei Tuben Zahnpasta – für uns ganz alltägliche Dinge, für die Menschen vor Ort aber kleine Schätze.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.johanniter.de.


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