12.06.2018, 10:36 Uhr

Gratulation zum Ehejubiläum 65 Jahre im Hafen der Ehe – Ministerpräsident übersandte Geschenk

Nur wenigen ist dieses Ehejubiläum vergönnt, Franziska und Rudolf Reitmeier (Mitte) dürfen es erleben. Zu 65 Jahren Eheglück gratulierten Pfarrer Konrad Kuhn (re.) und Bürgermeister Stefan Hanner (li.) besonders herzlich. Foto: Graber (Foto: Graber)Nur wenigen ist dieses Ehejubiläum vergönnt, Franziska und Rudolf Reitmeier (Mitte) dürfen es erleben. Zu 65 Jahren Eheglück gratulierten Pfarrer Konrad Kuhn (re.) und Bürgermeister Stefan Hanner (li.) besonders herzlich. Foto: Graber (Foto: Graber)

Ministerpräsident übersandte Franziska und Rudolf Reitmeier ein Geschenk – ein großes Jubiläum in aller Stille.

BAUMGARTEN In aller Stille feierten Franziska und Rudolf Reitmeier ihr ganz besonderes Ehejubiläum, dass der Eisernen Hochzeit (65 Jahre) im Kreis der Familie. Bekannt war dieses Jubiläum aber auch an höherer Stelle und so übersandte sogar der Ministerpräsident ein Geschenk zu diesem Jubiläum, dass von Bürgermeister Stefan Hanner überbracht wurde. Bei diesem Gratulationstermin, der wegen Krankenhausaufenthalten des Jubelbräutigams einige Zeit verschoben werden musste, war auch Pfarrer Konrad Kuhn dabei, der die besten Wünsche der Pfarrei Peterskirchen überbrachte. Rudolf Reitmeier, der bei Geburt noch Rudolf Saller hieß, wurde vor 91 Jahren in Plankenbach, auf dem Hof seiner Tante Elisabeth Reitmeier geboren. Seine Eltern Max und Karolina Saller erwarben nach ein paar Jahren einen Hof in Emmersdorf und zogen auch dort hin, wobei der junge Rudi, auf dem Hof seiner Tante blieb und hier auch aufwuchs. So besuchte er auch die Volksschule in Peterskirchen und nach der Schulzeit arbeitete er hier mit. Mit 20 Jahren wurde er dann von seiner Tante adoptiert und erhielt dann auch seinen heutigen Familiennamen Reitmeier. Ein Jahr vor Kriegsende wurde Rudolf Reitmeier dann noch zum Arbeitsdienst und Anfang 1945 in den Kriegsdienst eingezogen. In der Tschechei, genauer in Pilsen, kam er dann für 21 Tage in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr arbeitete der Jubelbräutigam dann weiter auf dem Hof in Plankenbach, den er dann auch übernahm. Vor über 65 Jahren lernte er dann aber auch seine heutige Frau Franziska Maier aus Aist kennen und es dauerte auch nicht lange bis sie sich dann in der Pfarrkirche in Peterskirchen das Versprechen fürs Leben, das Ja-Wort, gaben.

Die Jubelbraut, Franziska Reitmeier, geboren als Franziska Maier war das 9. von 11 Kindern, das in Aist auf dem Hof von Georg und Maria Maier zur Welt kam. Sie erblickte das Licht der Welt vor schon 86 Jahren. So wie ihre Geschwister besuchte sie auch die Volksschule in Waldhof und arbeitete später auf dem Hof ihrer Eltern mit, bis sie 1953 nach der Eheschließung auf den Hof in Plankenbach zog. Hier bewirtschaftet sie diesen dann und zum Familienglück kamen dann auch noch sechs Kinder – 3 Mädchen und 3 Buben hinzu. Während Franziska Reitmeier „nur“ auf dem Hof arbeitete, war Rudolf Reitmeier etliche Jahre auch im Flurbereinigungsverfahren in der Altgemeinde Baumgarten beschäftigt und half seiner Frau am Abend und an den Wochenenden auf dem Hof, wie es auf vielen Höfen so üblich war. Inzwischen gehört der nunmehr dem Schwiegersohn.

Im Lebensabend gingen beide dann ihren Lieblingstätigkeiten dem Schwammerlsuchen, das nicht mehr möglich ist, und der Pflege des Gartens und der Blumen nach.

Nun konnten beide aber ein ganz besonderes Ehejubiläum, das Jubiläum der Eisernen Hochzeit begehen. So ein Jubiläum verdient Anerkennung, doch neben der Familienfeier mit den 5 Familien der Kinder mit den 11 Enkelkindern und 4 Urenkeln (ein Sohn ist bereits in jungen Jahren verstorben) kamen zu einem späteren Zeitpunkt auch Bürgermeister Stefan Hanner, der das Geschenk der Bayerischen Staatskanzlei, vom Bayerischen Ministerpräsidenten und ein kleines Geschenk sowie die besten Wünsche der Gemeinde überbrachte. Dem Gemeindeoberhaupt schloss sich auch das Oberhaupt der Pfarrei Peterskirchen, Pfarrer Konrad Kuhn an. Auch er überbrachte ein kleines Geschenk und die besten Glück- und Segenswünsche an das Jubelpaar Reitmeier.

Auch wenn sie das Ehejubiläum nicht an die „große Glocke“ hängen wollten, freuten sie sich doch sehr über den Gratulationsbesuch.


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