10.12.2020, 09:18 Uhr

Masken-Mekka Landshut Selbst Gesundheitsminister Spahn trägt ein Modell „von uns“


Unsere Region wird langsam, aber sicher zum „Mekka der bayerischen Masken-Produktion“: Schutz-Masken „made in Bayern“ werden in Altheim und nun auch in Weng hergestellt.

Landkreis Landshut. Vergangene Woche überreichten Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber die notwendige Zertifizierung an die Zettl Group in Weng. Das Unternehmen kann nun also ab sofort hochwertige FFP2-Masken produzieren.

Aiwanger strahlte beim Termin in Weng: „Das Ziel einer eigenen bayerischen Produktion von medizinischer Schutzausrüstung ist jetzt Realität geworden. Als Wirtschaftsminister freue ich mich sehr, dass wir im Freistaat Unternehmen wie Zettl haben, die in Krisenzeiten bereit sind, in neue Geschäftsmodelle zu investieren.“

Aiwanger betonte: „Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik war erfolgreich. Vom Vliesstoff bis zur fertigen Maske mit Dekra-Zertifizierung haben die Unternehmen im Maskenverbund Bayern in wenigen Monaten eine funktionierende Produktion und Lieferkette aufgebaut. Wir sind damit nicht mehr von überteuerten Importen abhängig.“

Vergessen (oder übersehen) hatte Bayerns Wirtschaftsminister dabei den Umstand, dass mit SWS-Medicare mit Sitz in Altheim bereits ein anderer Hersteller aus dem Landkreis Landshut seit Monaten OP-Masken und äußerst hochwertige FFP2-Masken – mit Materialien aus Bayern und Maschinen aus Deutschland – produziert. Seit August liefert das Unternehmen monatlich 14 Millionen Masken an den Bund; der Vertrag läuft vorerst bis Ende 2021.

Die Masken sind natürlich ebenfalls zertifiziert, die Qualität ist genauso gut. Geprüft und laufend kontrolliert wird im firmeneigenen Labor. Selbst Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist von den Masken aus Altheim äußerst angetan, hat er diese doch bereits bei mehreren öffentlichen Terminen getragen. Minister Aiwanger hatte bislang den Weg nach Altheim zu SWS-Medicare aber nicht gefunden. Derweil ist die Firma Zettl mit einer monatlichen Fertigung von 2,5 Millionen Stück ihres Modells „Zettl Futurus“ gestartet − mit dem Ziel, langfristig 10 Millionen Masken pro Monat produzieren zu können.

Und: Laut Wochenblatt-Informationen schickt sich derweil ein weiterer Unternehmer aus dem Landkreis an, eine größere Masken-Produktion auf die Beine zu stellen und zum Laufen zu bringen. Der Landkreis Landshut wird also wohl zum echten Mega-Masken-Macher!

Was Landrat Peter Dreier freut: „Es gibt uns ein großes Stück an Sicherheit, wenn wir die Schutzmasken selbst und dann auch noch direkt vor unserer Haustür herstellen können. Schließlich war es noch im Frühjahr die größte Herausforderung, Desinfektionsmittel und vor allem Masken zu bekommen.“ Innovative Unternehmen würden der ganzen Region gut tun, zudem Arbeitsplätze sichern und Steuereinnahmen bringen. Dreier: „Ich bin sehr froh über solche positiven Signale, die von Mut, Engagement und Durchhaltevermögen zeugen. Positive Nachrichten tun in der Corona-Krise gut.“


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