25.09.2020, 12:45 Uhr

7-Tage-Inzidenz sinkt weiter Landshut beendet die strengen Corona-Maßnahmen

Landshuts OB Alexander Putz: „Unsere Maßnahmen haben die von uns erhoffte Wirkung gezeigt.“  Foto: GrießerLandshuts OB Alexander Putz: „Unsere Maßnahmen haben die von uns erhoffte Wirkung gezeigt.“ Foto: Grießer

Das Corona-Infektionsgeschehen in der Stadt Landshut hat sich in dieser Woche etwas entspannt. Deshalb hat OB Alexander Putz in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt entschieden, die strengen Corona-Maßnahmen zum Samstag auslaufen zu lassen und zu beenden.

Landshut. In den vergangenen fünf Tagen lag der 7-Tage-Inzidenzwert der Corona-Neuinfektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) stets deutlich unter der im Freistaat gültigen Frühwarnschwelle von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner; am Freitagvormittag bei 22,1. Die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Alexander Putz an der Spitze hat daher nach Rücksprache mit dem Staatlichen Gesundheitsamt entschieden, die seit 4. September gültige und zweimal verlängerte Allgemeinverfügung zur Bekämpfung des Coronavirus mit Ablauf des Samstags, 26. September, plangemäß außer Kraft treten zu lassen.

„Unsere Maßnahmen, insbesondere die strengeren Kontaktregeln mit einer Verkleinerung der zulässigen Gruppengröße im öffentlichen Raum auf fünf Personen und die verschärften Test- und Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, haben die von uns erhoffte Wirkung gezeigt“, stellte Oberbürgermeister Alexander Putz erleichtert fest. „Das haben wir vor allem auch der übergroßen Mehrheit unserer verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die viel Verständnis für die phasenweise doch besorgniserregende Situation aufgebracht und die natürlich schmerzhaften Vorschriften akzeptiert haben. Diese gemeinsame Anstrengung hat sich gelohnt, darauf dürfen wir einmal mehr stolz sein – und sollten auf diesem erfolgreichen Weg weitergehen.“

In den vergangenen Wochen seien zudem eine Reihe anderer Städte und Landkreise, die zwischenzeitlich ebenfalls über den jeweils gültigen Warnwerten lagen, dem Landshuter Beispiel gefolgt, so Putz weiter. „Wir haben mit großem Interesse verfolgt, dass Inhalte der von uns erlassenen Allgemeinverfügung von zahlreichen betroffenen Kommunen bundesweit ganz oder teilweise übernommen wurden. Das ist der beste Beweis dafür, dass unsere Reaktion weithin als wirksam und angemessen beurteilt wird.“

Angesichts der nun nachhaltig unter der Frühwarnschwelle liegenden 7-Tage-Inzidenzwerte gebe es aber keinen Anlass mehr, die strengeren Vorschriften und die damit verbundenen Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger beizubehalten. „In Absprache mit den Experten des Gesundheitsamts und der Regierung von Niederbayern haben wir deswegen entschieden, die Allgemeinverfügung nicht erneut zu verlängern“, so Putz. Damit gelten in der Stadt Landshut ab Sonntag wieder allein die Vorschriften der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Die Stadt Landshut wiederum arbeitet angesichts der Erfahrungen der vergangenen Wochen, als der derzeit zur Beurteilung des Infektionsgeschehens allein maßgebliche 7-Tage-Inzidenzwert täglich starken Schwankungen unterlag und mal über, mal unter den Warnschwellen lag, an einer Alternative: Künftig soll zusätzlich eine lokale „Corona-Ampel“ bei der Einschätzung der Lage vor Ort helfen und für etwas mehr Konstanz sorgen. Mithilfe der Ampel sollen neben der 7-Tage-Inzidenz auch andere wichtige Parameter Berücksichtigung finden, allem voran die Anzahl der in den Krankenhäusern der Region behandelten Covid-19-Patienten, die Auslastung der Intensivbettenkapazitäten, aber auch die Anzahl der positiv getesteten Personen aus den Risiko-Altersgruppen.

Das Konzept für die „Landshuter Corona-Ampel“ wurde inzwischen dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern vorgelegt und befindet sich damit in der Endabstimmung. Im Idealfall kann das neue System noch in diesem Monat eingeführt werden.


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