18.09.2020, 15:00 Uhr

„Unsinnige Stadtratsanträge“ Der Bismarckplatz darf seinen Namen behalten

Aufatmen am Bismarckplatz: Alles bleibt so wie bisher.  Foto: privatAufatmen am Bismarckplatz: Alles bleibt so wie bisher. Foto: privat

Im ersten Moment dachten viele Landshuter an einen Scherz, als die Ausschussgemeinschaft SPD/Die Linke/mut Mitte Juni den Antrag auf die Umbenennung des Bismarckplatzes stellte. Doch die Stadträte hatten es ernst gemeint. Am Donnerstag wurde der Antrag im Bildungs- und Kultursenat jedoch abgelehnt.

Landshut. Aufatmen am Bismarckplatz: Der zentrale Platz um den Obelisken – ein Kriegerdenkmal für die im Krieg gegen Frankreich 1870/71 gefallenen Angehörigen der Garnison und der Stadt Landshut – darf seinen Namen behalten.

Im Bildungs- und Kultursenat wurde am Donnerstag ein Antrag der Fraktion SPD/Die Linke/mut mit 9:1-Stadtratsstimmen abgelehnt. Es waren sich also alle anderen politischen Lager einig, dass der Platz nach dem Begründer der Sozialversicherung Otto von Bismarck seinen Namen „Bismarckplatz“ behalten kann.

141 Anlieger sowie das Kloster und Schulstiftung Seligenthal müssen ihre Adresse in vielen Unterlagen folglich nicht ändern. Und: Auch das beliebte Bismarckplatzfest muss nicht umgetauft werden.

CSU-Stadtrat Lothar Reichwein bat im Senat um „mehr Berücksichtigung für die Bürgerschaft und Überdenken solcher belastenden und unsinnigen Stadtratsanträge“.


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