30.07.2020, 10:12 Uhr

Joachim Schober hat Großes vor Wasserstoff-Pionier plant erstes klimaneutrales Autohaus

Er ist vom Wasserstoff-Antrieb hundertprozentig überzeugt: Joachim Schober möchte mit dem Projekt „HySchober“ zum Umdenken anregen.  Foto: GrießerEr ist vom Wasserstoff-Antrieb hundertprozentig überzeugt: Joachim Schober möchte mit dem Projekt „HySchober“ zum Umdenken anregen. Foto: Grießer

Joachim Schober hat wirklich Bahnbrechendes vor. Der Inhaber des Veldener Autohauses Schober plant in Geisenhausen eine Wasserstoff-Tankstelle – gekoppelt mit dem ersten klimaneutralen Autohaus Europas. „Ich möchte ein Zeichen setzen und zum Umdenken anregen“, sagt Schober.

Velden/Geisenhausen. Aktuell kann Joachim Schober auf 30 Brennstoffzellen-Limousinen von Toyota zugreifen: die größte Wasserstoff-Flotte Europas.

Der Veldener Autohaus-Chef ist felsenfest davon überzeugt, „dass der Trend und der Wandel neben der Batterietechnik und synthetischen Kraftstoffen in der Mobilität ganz klar hin zum Wasserstoff gehen, wenn es um das große Ganze und um eine klimaneutrale Erde geht. Global

betrachtet funktioniert nichts anderes.“ Sein Partner Toyota baue bereits seit 1997 Hybrid-Autos – auch er sei von der Wasserstoff-Antriebstechnik vollauf überzeugt.

Deshalb hat er sich um 30 Toyota Mirai bemüht, bei denen es sich weitgehend um Leasing-Rückläufer handelt. Bei Schober – der natürlich Mitglied der Initiative Wasserstoff-Region Landshut ist – bekommen diese Fahrzeuge nun eine neue Verwendung: Die Autos können in einem Abo-Modell für drei Monate oder länger gemietet werden – auch eine Idee von Joachim Schober.

Doch der „überzeugte Pionier für saubere Energie“ geht noch einen riesigen Schritt weiter: Er treibt den Bau des ersten CO2-freien Autohauses – „HySchober“ – in Europa voran. „In unserem neuen Autohaus soll die Sonne der einzige Energie-Lieferant sein“, so Schober. „Außerdem werden wir dort Wasser elektrolysieren und den gewonnenen Wasserstoff in Tanks speichern.“ Die hauseigene Wasserstoff-Tankstelle versorgt die Flottenfahrzeuge dann direkt vor Ort mit grünem Wasserstoff.

Schober zum Wochenblatt: „Aus dem Autohaus könnte auch eine Kompetenzzentrum für Wasserstoff werden.“ Schließlich sehe er das Wasser des „blauen Planeten“ als unerschöpfliche Batterie. „Wir leihen uns das Wasser und führen es wieder zurück. Eine Win-win-win-Situation ohne Nachteile“, sagt Joachim Schober, der hofft, viele Nachahmer zu finden.

Der Veldener Unternehmer plant, im kommenden Jahr den Spatenstich durchzuführen, „wenn wir die Genehmigungen relativ zügig erhalten“. Bis dahin hofft Joachim Schober, dass der Wasserstoff als sauberer Energieträger durch die Präsenz seiner Mirai-Flotte auf den Straßen zu mehr öffentlichem Interesse gelangt. „Die kurzfristige Einführung von Wasserstoff als sauberen Energieträger im Alltag ist definitiv machbar.“


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