17.07.2020, 11:00 Uhr

Landrat und OB kämpfen „Landwirtschaftsschule ist ein Standort-Faktor“

Landrat Peter Dreier (li.) und Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz wollen gemeinsam für den Verbleib der Landwirtschaftsschule in Landshut kämpfen.  Foto: Landkreis LandshutLandrat Peter Dreier (li.) und Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz wollen gemeinsam für den Verbleib der Landwirtschaftsschule in Landshut kämpfen. Foto: Landkreis Landshut

Der Kreisausschuss des Landkreises Landshut hat sich bereits einstimmig und vehement für den Erhalt der Landwirtschaftsschule in Landshut ausgesprochen – und auch die Stadt Landshut unterstützt diese Forderung. Landrat Peter Dreier und OB Alexander Putz haben die weitere Vorgehensweise besprochen.

Landshut. „Die Landwirtschaftsschule ist ein wichtiger Baustein unserer Bildungsregion und ein Standort-Faktor. Die Land- und die Hauswirtschaft sind in unserer Region weiterhin tief verwurzelt und vor allem zukunftsfähig. Deshalb werden wir uns in jedem Fall gegen den Kabinettsbeschluss wehren“, erklären Putz und Dreier. Sie kritisieren in diesem Zusammenhang auch, dass die regionalen Verantwortlichen vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium vor vollendete Tatsachen gestellt wurden und letztlich durch die Medien von dieser einschneidenden Entscheidung erfahren haben – vor allem in Hinblick auf die andauernden Planungen zur Umsetzung des Grünen Zentrum.

Für beide steht auch fest, dass das Landshuter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten trotz seiner Zusammenlegung mit Abensberg am Standort verbleiben muss: „Landshut ist Regierungshauptstadt mit fest gewachsenen landwirtschaftlichen Strukturen. Das AELF muss als Anlaufstelle für unsere mehrere tausend Betriebe unbedingt erhalten bleiben.“ Dass Landshut womöglich der kleine „Co-Partner“ Abensbergs werden soll, werden die beiden nach eigenen Aussagen in keinem Fall akzeptieren.

Ein klares „Ja“ hingegen richteten OB und Landrat an die Zukunft des Grünen Zentrum: „Stadt und Landkreis Landshut halten weiter am Grünen Zentrum in der Ochsenau fest – unabhängig davon, in welcher Ausgestaltung es letztlich realisiert wird.“ Dabei mahnten sie dem zuständigen Landwirtschaftsministerium an, schnell Fakten zu schaffen – zumal bereits 14 Jahre ins Land gegangen sind, ohne einen Stein zu bewegen. „Von unserer Seite ist frühzeitig und umgehend alles in die Wege geleitet und ermöglicht worden – jetzt liegt der Ball wieder beim Ministerium.“


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