10.06.2020, 15:04 Uhr

Qualität aus Landshut „Wir liefern monatlich 14 Millionen Masken“

Masken Start-up: Volkan Akoglu (v.li.), Orhan Söhmelioglu und Sabahattin Incekalan wollen vor den Toren Landshuts langfristig hochwertige Schutzmasken produzieren.  Foto: GrießerMasken Start-up: Volkan Akoglu (v.li.), Orhan Söhmelioglu und Sabahattin Incekalan wollen vor den Toren Landshuts langfristig hochwertige Schutzmasken produzieren. Foto: Grießer

Drei Jung-Unternehmer bauen mit ihrer neuen Firma SWS-Medicare vor den Toren Landshuts eine eigene Produktionsstätte von hochwertigen Schutz-Masken auf. Ab August müssen sie monatlich 14 Millionen Masken an das Bundesgesundheitsministerium liefern.

Landshut/Moosburg. Jeder braucht sie, jeder hat sie, jeder muss sie dabei haben. Mund-Nasen-Masken spielen beim Kampf gegen das Corona-Virus weiterhin eine entscheidende Rolle. „Es wurden zwar viele Millionen Masken nach Deutschland geliefert. Aber der Bedarf nach hochwertigen Masken ist weiterhin da – und wird es auch bleiben“, sagt Orhan Söhmelioglu. Der Unternehmer aus Moosburg hat zusammen mit seinen Geschäftspartnern Volkan Akoglu und Sabahattin Incekalan das „Masken Start-up“ SWS-Medicare gegründet und wird schon bald – im Landkreis Landshut – qualitativ hochwertige Schutzmasken produzieren.

Die drei Jung-Unternehmer waren einer von 50 „Gewinnern“ der Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums von insgesamt 2,5 Milliarden Masken. Söhmelioglu zum Wochenblatt: „Ab Mitte August müssen wir monatlich 14 Millionen Masken an die Regierung liefern.“

Auch wenn die Produktionsstätte vor den Toren Landshuts noch nicht eingerichtet ist und die Maschinen erst Mitte Juli geliefert werden, wirken Söhmelioglu, Akoglu und Incekalan weitgehend gelassen. „Ende Juli gehen wir in Produktion – und ab 14. August wird geliefert“, sagt Sabahattin Incekalan.

Die Anlagen seien so ausgelegt, dass SWS-Medicare zunächst mit halber Auslastung Masken fertigen wird. Incekalan: „Wir können auch die doppelte Menge liefern und bei steigender Nachfrage die Produktion nach oben fahren.“

Von der Qualität ihrer verschiedenen Masken sind die Jung-Unternehmer überzeugt: Schon im Vorfeld wird Wert auf deutsche Qualität gelegt. Die Maschinen, für die drei Millionen Euro ausgegeben wurden, stammen ebenso aus Deutschland wie über 90 Prozent der Materialien oder die Verpackungen. Söhmelioglu: „Wir wollen genau wissen, wo die Sachen herkommen, und haben den direkten Kontakt zum Lieferanten. Unsere Lieferketten liegen in Deutschland, und trotzdem wollen wir langfristig zu fairen Preisen verkaufen.“

Um selbst die erste Qualitätskontrolle durchführen zu können, wird man an der Produktionsstätte im Landkreis Landshut ein kleines Labor einrichten. Volkan Akoglu: „Wir wollen der Qualitätsmarke ,Made in Germany‘ gerecht werden und langfristig in Bayern Masken produzieren.“ Im Hinterkopf habe man zudem die Entwicklung von Prototypen neuer Masken sowie die Herstellung der hochwertigen FFP3-Masken.

Sabahattin Incekalan: „Durch den Vertrag gibt uns die Regierung Planungssicherheit bis Ende 2021. Wir sehen das große Potenzial der Masken-Produktion in Deutschland und wollen hier langfristig etwas aufbauen. Darum setzen wir auf Qualität in allen Bereichen und wollen auch unsere Angestellten vernünftig bezahlen.“

Da man aktuell noch rund 20 Mitarbeiter für Produktion und Vertrieb an der Produktionsstätte im Landkreis Landshut sucht, können sich Interessierte per E-Mail unter info@sws-medicare.de informieren und bewerben.


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