16.03.2020, 15:46 Uhr

Vorbereitungen auf Coronavirus-Patienten Lakumed Kliniken verschieben alle planbaren Eingriffe

Die LAKUMED Kliniken bereiten sich auf Patienten mit Coronavirus vor.  Foto: 123rf.comDie LAKUMED Kliniken bereiten sich auf Patienten mit Coronavirus vor. Foto: 123rf.com

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt derzeit weltweit und auch in der Region Landshut weiter zu. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen treffen die LAKUMED Kliniken nun weitreichende Vorbereitungen, um eine zunehmende Anzahl von Patienten mit dem Coronavirus bestmöglich versorgen zu können.

Landshut/Vilsbiburg/Rottenburg. Bereits Anfang März haben die LAKUMED Kliniken einen Krisenstab eingerichtet, um über aktuelle Entwicklungen zu beraten, vorausschauend zu planen und notwendige Maßnahmen einzuleiten. „Unser Ziel ist es, alle medizinischen und personellen Ressourcen der LAKUMED Kliniken zu bündeln, um die derzeitigen Patienten optimal zu versorgen, die Notfallversorgung aufrecht zu erhalten und Kapazitäten für Patienten mit dem Coronavirus zu schaffen“, so Jakob Fuchs, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken. „Die Maßnahmen und Einschränkungen sind notwendig, um Patienten und Mitarbeiter vor dem Virus zu schützen sowie für die Herausforderungen der kommenden Wochen gerüstet zu sein.“

Konkret bedeutet dies, dass ab sofort alle Operationen und Untersuchungen, die aufschiebbar sind, abgesagt bzw. auf die Zeit nach den Osterferien verschoben werden. Das Mammographie-Screening findet ab sofort nicht mehr statt. Damit schließen sich die LAKUMED Kliniken dem Appell des Bundesgesundheitsministeriums an. „Die Versorgung von Notfällen bleibt selbstverständlich gewährleistet“, so Fuchs. Mit dieser Maßnahme stehen Betten und Personal für jene Patienten zur Verfügung, die aufgrund ihrer Infektion mit dem Coronavirus einer stationären Behandlung bedürfen. Zudem sollen Intensivplätze freigehalten und geschaffen werden, die für Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen durch Covid-19 benötigt werden.

Gemäß der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege ist der Besucherverkehr an allen Krankenhäusern in Bayern ab sofort eingeschränkt: Jeder Patient darf pro Tag nur einen Besucher für eine Stunde empfangen. Besucher, die sich in Risikogebieten laut RKI aufgehalten haben oder Kontakt zu einer Person mit Coronavirus hatten, dürfen die Krankenhäuser nicht betreten. Diese Vorschriften gelten für alle Stationen in den Krankenhäusern Landshut-Achdorf und Vilsbiburg – Ausnahmen sind lediglich für Besucher auf der Kinderintensivstation, für enge Angehörige von schwerstkranken Patienten mit teils begrenzter Lebenserwartung und in weiteren besonders gelagerten Einzelfällen möglich. In der Schlossklinik Rottenburg gilt ein absolutes Besucherverbot.

In der Schlossklinik Rottenburg gibt es mehrere bestätigte Fälle des Coronavirus. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Landshut wurden die Patienten der Anschlussheilbehandlung nach Hause entlassen. Mitarbeiter, die engen Kontakt zu den bestätigten Fällen hatten, wurden getestet.

Auch ein Arzt des Krankenhauses Landshut-Achdorf wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Da sich der Mitarbeiter zuvor in einem Risikogebiet aufhielt, wurde er sofort nach Symptombeginn nach Hause geschickt und ein Test über die Notaufnahme veranlasst. Das positive Ergebnis wurde umgehend an das Gesundheitsamt Landshut gemeldet. Die Mitarbeiter, die mit dem Arzt engen Kontakt hatten, sind über die weitere Vorgehensweise informiert. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat sich der Zugang zur Bereitschaftspraxis am Krankenhaus Landshut-Achdorf geändert: Ab sofort erfolgt der Zutritt nicht mehr über die Notaufnahme, sondern hinter dem Container-Anbau (Station 12). Der Weg ist ab der Notaufnahme beschildert.

Bereits vergangene Woche wurde der Zugang zur Gynäkologischen Ambulanz am Krankenhaus Landshut-Achdorf geändert: Dieser erfolgt seitdem über das Ärztehaus I (gelbes Gebäude) und ist ebenfalls beschildert.

Für Fragen rund um das Thema Coronavirus und die Abläufe in den Krankenhäusern haben die LAKUMED Kliniken letzte Woche einen E-Mail-Account eingerichtet: info@lakumed.de. „Wichtige Anfragen werden auch außerhalb der üblichen Bürozeiten sowie am Wochenende bearbeitet bzw. an die entsprechenden Ansprechpartner weitergeleitet. Bitte stellen Sie Ihre Fragen nicht telefonisch, da die vielen Anrufe den Ablauf innerhalb der Krankenhäuser erheblich beeinträchtigen.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie unter www.lakumed.de/coronavirus. Die Homepage wird mehrmals täglich aktualisiert.“


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