25.01.2020, 14:41 Uhr

Listerien in Wurst und Schinken Tagwerk Bio-Metzgerei ruft Produkte wegen Keim-Funden zurück!

Rückruf-Aktion der Tagwerk Bio-Metzgerei. (Foto: Symbolfoto: 123rf.com)Rückruf-Aktion der Tagwerk Bio-Metzgerei. (Foto: Symbolfoto: 123rf.com)

Aufgrund einer bestehenden Gesundheitsgefahr ruft die Tagwerk Bio-Metzgerei mit Sitz in Langenbach-Niederhummel (Landkreis Freising) vorsorglich viele Wurst- und Schinken-Produkte. Bei einer Routinekontrolle wurde eine überhöhte Menge an Listerien festgestellt. Auch die Region Landshut ist betroffen.

LANGENBACH/LANDSHUT Die Tagwerk Bio-Metzgerei in Niederhummel bei Langenbach hat am Freitag viele Produkte zurückgerufen. Grund für den Rückruf ist die in einer Charge geschnittener und verpackter Gelbwurst mit dem MHD 16.01.2020 bei einer Routinekontrolle festgestellte überhöhte Menge an Listerien. Die Produkte wurden in München und den Landkreisen München, Landshut, Freising, Erding und Mühldorf verkauft.

Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen:

- Fleisch

- Ganze Salamistangen, Polnische, Pfefferknacker, Chiliknacker und Rinderchiliknacker (aufgrund der wursteigenen Bakterienkulturen keine Listerienvermehrung möglich)

- Aufschnittwurst als Mini oder ganze Stange im Kunstdarm,

- Pressack im Kunstdarm

Die Tagwerk Bio-Metzgerei am Freitag auf ihrer Homepage: „Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt, vor allem auch im landwirtschaftlichen Bereich, weit verbreitet sind. Meist nimmt die Erkrankung beim Menschen einen relativ harmlosen Verlauf, der einer grippalen Infektion und einer Magen-Darm-Infektion ähnelt. Bei bestimmten Risikogruppen, zu denen besonders Schwangere, alte und abwehrgeschwächte Menschen zählen, kann eine Listerien-Infektion jedoch ernste Folgen haben. Daher verfahren wir mit großer Vorsicht und rufen den Großteil unserer Produkte zurück, obwohl dafür derzeit keine Erkenntnisse einer Kontamination vorliegen.

Da wir grundsätzlich sorgfältig und sauber arbeiten und die Hygienestandards zu jeder Zeit eingehalten wurden, kann aktuell nicht nachvollzogen werden, wo sich im Betrieb der Infektionsherd befindet. Es wurden heute von sämtlichen Räumen und Produktionsmitteln Proben gezogen. Der gesamte Betrieb wird am Wochenende einer kompletten Grundreinigung unterzogen und danach abermals beprobt. Die Ergebnisse werden Anfang kommender Woche (KW5) vorliegen. Erst wenn einwandfrei feststeht, dass keine Listerien mehr vorhanden sind, werden wir mit der Neuproduktion starten.

Kunden können die Wurst- und Schinkenprodukte selbstverständlich gegen Erstattung an die Verkaufsstelle zurückbringen.

Wir sind zuversichtlich, den Laden in Niederhummel am Mittwoch wieder öffnen zu können.“


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