05.06.2018, 15:11 Uhr

Know-how aus Niederbayern Belüftungskoffer aus Landshut macht Raumanzug erträglich


Am morgigen Mittwoch, um 13.12 Uhr, startet der Künzelsauer Alexander Gerst vom kasachischen Raumfahrtbahnhof Baikonur zur ISS (Internationale Raumstation). Ein Radialgebläse von ebm-papst Landshut macht ihm den Weg zur Rakete so angenehm wie möglich.

LANDSHUT Wenn Alexander Gerst erneut zur Internationalen Raumstation aufbricht, haben er und seine Astronautenkollegen auf dem Weg zur Rakete einen kleinen Koffer bei sich, der über einen Schlauch mit dem Astronautenanzug verbunden ist. Der Koffer ist eine mobile Ventilationsanlage, die mithilfe eines EC-Radialgebläses von ebm-papst kontinuierlich Luft in Helm und Anzug bläst.

Ein Raumanzug muss hermetisch dicht sein – nicht der geringste Luftaustausch mit der Umgebung findet statt. Was im All lebensnotwendig ist, ist auf der Erde schweißtreibend, denn ohne Lüftung ist es im Anzug nicht lange auszuhalten: Allein Schweiß und die eigene Körperwärme erzeugen schon nach kurzer Zeit ein unerträgliches Klima, das zur völligen Überhitzung führt. Nur mithilfe des mobilen Ventilationskoffers kann dies verhindert werden. Ein EC-Radialgebläse von ebm-papst bläst deshalb frische Luft in Raumanzug und Helm, ohne sie aufzuwärmen oder abzukühlen.

Der Koffer kommt bei Trainings auf der Erde und auf dem Weg zur Startrampe zum Einsatz. In der Raumkapsel und im Weltall selbst übernimmt dann das Bordsystem die Lüftung. Egal ob im Training oder auf dem Weg zur Raumkapsel, die Astronauten behalten dank des Ventilators von ebm-papst immer einen kühlen Kopf. Produziert wird das Gebläse in Landshut.


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