08.08.2019, 09:40 Uhr

Tierisch Nachwuchs bei Vikunja und Yak – im Tierpark Hellabrunn haben jetzt die Tierbabys das Sagen


Die Sommerferien sind in vollem Gange und so freut sich Hellabrunn aktuell über zahlreiche Besucher aus aller Welt. Neben dem neuen Mühlendorf, einer erholsamen Großvoliere und einer erfrischenden Polarwelt gibt es auf der einen oder anderen Anlage natürlich auch tierischen Nachwuchs zu entdecken – so beispielsweise bei den Vikunjas und Yaks.

MÜNCHEN Vikunja? Yak? Nicht gerade die Tierarten, bei denen man gleich ein Bild vor Augen hat, wie sie aussehen. Es sei vorneweg gesagt: Die Jungtiere sind gleichermaßen mit einem kuscheligen Fell ausgestattet. Darüber hinaus haben die beiden Arten nicht wirklich viel gemeinsam – ein Besuch ist jedoch bei beiden lohnenswert.

Die Vikunjas leben im Tierpark Hellabrunn zusammen mit Pampashasen, Wasserschweinen, Nandus und Ameisenbär „Xippe“ auf der Südamerikaanlage. Und seit Kurzem ist Vikunja-Stute „Arlin“ nach elfmonatiger Tragzeit Mutter eines quicklebendigen Jungtiers. Mit ihrem hellen Fell und dem langen Hals lässt sich eine Ähnlichkeit zu Alpakas nicht leugnen – genau wie sie, gehören Vikunjas zur Familie der Kamele. Ausgewachsen sind sie etwa 150 Zentimeter hoch und wiegen 50 Kilogramm. Bis der kleine Hengst diese Größe erreicht, wird es noch etwa eineinhalb Jahre dauern.

Deutlich schwerer hingegen sind Yaks im ausgewachsenen Alter – männliche Tiere können ein Gewicht von bis 750 Kilogramm auf die Waage bringen. Doch bis dahin wird es auch bei den im Juni und Juli geborenen Bullen noch eine Weile dauern. Aktuell springen die beiden Jungtiere noch leichtfüßig über ihre n Außenanlagen. Ursprünglich kommen Yaks als domestizierte Rinderart vor allem im Himalaya, der Mongolei und dem Süden Sibiriens vor. Sie stammen vom in der tibetischen Hochebene lebenden Wildyak ab. Sie sind an die dortigen extremen klimatischen Bedingungen angepasst und sehr genügsam. Im Gegensatz zu den Hausyaks sind die Wildyaks, wie viele andere heute noch existierende Wildrind-Arten, nach der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als gefährdet eingestuft. Der Restbestand des Wildyaks, der sich heute auf West-China und Tibet beschränkt, ist allein in den letzten 30 Jahren um über 30 Prozent zurückgegangen.

„Durch die Vielzahl an Tiergeburten setzen wir bei zahlreichen Tierarten den Artenschutz aktiv um und beteiligen uns an über 60 Erhaltungszuchtprogrammen. Zudem sind die vielen Geburten immer auch ein Zeichen dafür, dass die Tiere bei uns im Tierpark gesund sind und sich wohlfühlen“, freut sich Baban.


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