Geistig verwirrt
34-Jährige raucht in der Münchner S-Bahn und geht mit Messer auf Mitreisende los

22.01.2019 | Stand 01.08.2023, 10:54 Uhr
−Foto: n/a

Eine 34-jährige, geistig verwirrte Frau ging am Montagnachmittag, 21. Januar, in Münchner in einer S4 mit einem Messer auf einen Mann zu, der sie auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht hatte. Drei couragierte Mitreisende griffen beherzt ein.

MÜNCHEN Gegen 17.50 Uhr zündete sich eine 34-Jährige in einer Richtung Geltendorf verkehrenden S4 eine Zigarette an. Ein unbekannter Fahrgast machte die Frau aus Eichenau auf das Rauchverbot in der Münchner S-Bahn aufmerksam und forderte sie auf, das Rauchen zu unterlassen. Nach einer anschließenden verbalen Auseinandersetzung ging die laute, aggressive Frau mit einem Einhandmesser (Klingenlänge circa elf Zentimeter) auf den Mann los. Dieser konnte der Frau das Messer entwenden. Vier Mitreisende – ein 26-Jähriger aus Augsburg, ein 33-Jähriger aus Eichenau, ein 49-Jähriger aus Kottgeisering und eine 54-Jährige aus Fürstenfeldbruck – schritten couragiert ein und konnten weitere Angriffe unterbinden. Während der Attackierte und die Mitreisenden unverletzt blieben, zog sich die 34-Jährige oberflächliche Schnittverletzungen an einem Finger zu, die durch hinzugerufene Sanitäter am Bahnsteig in Eichenau erstversorgt wurden.

Die mit 0,52 Promille alkoholisierte 34-Jährige war den vor Ort anwesenden Beamten der Polizeiinspektionen Olching und Gröbenzell einschlägig bekannt. Bei der Durchsuchung der Eichenauerin wurden u.a. eine ungeladene Softairwaffe P30 mit Plastikmunition, Tierabwehrspray, ein weiteres Messer mit feststehender, circa zehn Zentimeter langer Klinge sowie ein Multitool aufgefunden. Das verwandte Messer befand sich in einem Holster griffbereit an einem Einsatzgürtel; das zweite Messer in einer Jackeninnentasche. Die anderen Gegenstände in einem Rucksack.

Wegen Fremd- und Eigengefährdung wurde die Polizeibekannte von der Bayerischen Landespolizei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Gegen sie wird seitens der Bundespolizei nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Bedrohung ermittelt.

Die Bundespolizei bittet den bislang unbekannten Mann, der mit dem Messer attackiert wurde, und am Haltepunkt Buchenau die S-Bahn verließ, sich bei der Inspektion am Münchner Hauptbahnhof unter der Telefonnummer 089/ 515550-111 zu melden.

Kelheim