14.06.2018, 14:56 Uhr

Wochenblatt-Schauspieler im Portrait „Achterbahn ist billiger Nervenkitzel im Vergleich zu meinem bisherigen Leben“


Marc Zahns Reise um die Welt, um sich den Traum von der Schauspielkunst erfüllen zu können.

TRAUNREUT. Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. So könnte das Motto des 27-jährigen Marc Zahn lauten. Ab Herbst ist der Traunreuter in vielen Kinos Ostbayerns im neuen Wochenblatt-Werbespot zu erleben (wir berichteten). Kurz vor seiner Abreise nach Japan sprach das Chiemgau/BGL Wochenblatt mit dem Weltenbummler, für den kein Weg zu weit ist, um sich den Traum von der Schauspielerei zu erfüllen.

„Dabei bin ich ein Spätstarter“, wie Marc fast ein bisschen schüchtern erzählt. Am Gymnasium in Traunreut war der 27-Jährige eher Durchschnitt (Abitur 2,7). Besonders die Naturwissenschaften waren eher nicht sein Ding, und auch in Deutsch reichte es „nur“ für fünf Punkte. Das erstaunt umso mehr, weil der „Sport- und Schauspiel-Junkie“ inzwischen zehn Sprachen, darunter so exotische, wie zum Beispiel Mandarin/Hochchinesisch, Indisch und Japanisch, daneben Russisch oder Polnisch spricht.

„Chinesisch zu lernen ist einfacher als Deutsch“

Nach dem Abi schlug sein Herz zunächst für den Sport. 2010 ging es nach Miami, wo ein schwerer Kreuzbandriss seinen Ambitionen ein abruptes Ende erteilte. Aufgeben war keine Option. 2011 zog es den Traunreuter zur New York Film Academy in Los Angeles, wo er vier Semester studierte. Die Worte seines Schauspiellehrers Michael Bucklin: „Es ist besser mutig in die Welt der vollen Herrlichkeit einer Leidenschaft zu gehen, als im Alter zu verblassen und zu verwelken.“

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland jobbte Marc unter anderem als Barkeeper, Maler oder Steinmetz, wohlwissend, dass die nächsten Abenteuer bereits auf ihn warten würden. Einem kurzen Gastspiel in Frankreich folgte ein fast zweijähriger Aufenthalt in Taiwan. Kommunikationsprobleme kannte das Sprachgenie nicht: „Trotz vieler Tausend Zeichen finde ich Chinesisch weniger schwierig als Deutsch“, so Marcs überraschender Kommentar. So bereiteten ihm Auftritte im taiwanesischen Fernsehen keine Mühen.

Nach dem Abdrehen des Wochenblatt-Werbespots steht Ende Juni seine Abreise ins Land des Lächelns, nach Japan, bevor. Dort möchte er bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Sapporo verweilen. Es bedarf fast keiner Erklärung, dass der 27-Jährige natürlich auch die japanische Sprache beherrscht.

Interessant ist seine Selbsteinschätzung. Trotz des „wilden Lebens“ bezeichnet sich Marc eher als Kopfmensch. Bescheiden und introvertiert. Einen Platz für eine Freundin gibt es nicht. „Wenn ich eine hätte, würde ich immer versuchen, es ihr Recht zu machen“, so der Gentleman alter Schule. Das Wochenblatt wird Marc Zahn auf seinem Weg rund um die Welt weiter begleiten.


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