30.10.2017, 16:56 Uhr

Festabend im Kultur + Kongress Forum VR meine Raiffeisenbank feiert 125-jähriges Jubiläum


Die VR-Bank feierte das Jubiläum mit einem bunten Abend. Die Ansprachen waren kurz und prägnant, der Humor kam nicht zu kurz und die Gäste freuten sich über gute Gespräche, gutes Essen und gute Musik.

ALTÖTTING „Einer für alle und alle für einen“, das war der Leitspruch des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), der die gute Idee hatte, Genossenschaftsbanken zu gründen und die damals recht armen Landwirte mit fairen Krediten und günstigen Einkaufsmöglichkeiten für Saatgut und Dünger zu unterstützen. „Einer für alle ist und alle für einen“ ist auch heute noch der Leitspruch der Volks- und Raiffeisenbanken, wie der Vostandsvorsitzende der „VR meine Raiffeisenbank eG“ Wolfgang Altmüller in seiner Jubiläumsansprache betonte. Das Kultur + Kongress Forum in Altötting, bildete, stimmungsvoll beleuchtet, den perfekten Rahmen für die 125-Jahr-Feier der heimischen VR-Bank. Alles, was Rang und Namen hat, in Wirtschaft und Politik war gekommen, um zusammen mit ihrer VR-Bank dieses stolze Jubiläum zu begehen.

Wolfgang Altmüller bedankte sich bei den loyalen Mitarbeitern der Bank und des Touristik-Zweigs „RT Raiffeisen Touristik Group GmbH“ für ihr Engagement. Und auch seinen Vorgängern attestierte der Vorstandsvorsitzende eine hervorragende Arbeit. „Sie haben eine gesunde Bank mit einem gesunden Fundament hinterlassen, auf das wir aufbauen konnten.

Altöttings 3. Bürgermeister Konrad Heuwieser bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der VR-Bank, die viele Früchte getragen habe. Der Zuschuss zum Kultur + Kongressforum sei eine weitschauende und gute Investition gewesen, denn immerhin könne man sich jetzt die Saalmiete sparen.

Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber führte die Gäste auf eine Reise in die gute alte Zeit, die zumindest für die Landwirte vor 125 alles andere als gut gewesen sei. Er verglich die Gründung der Genossenschaftsbanken mit der Entstehung der Freiwilligen Feuerwehren. Man tat sich zusammen, um gemeinschaftlich etwas zu leisten, das einem Einzelnen nicht möglich gewesen wäre. Huber erinnerte auch daran, dass die Genossenschaftsbanken die Bankenkrise 2009 auf eine Art meistern konnten, von denen die Großbanken nur träumen konnten.

Landrat Erwin Schneider hatte die Erklärung parat, warum die VR meine Raiffeisenbank am Samstag ihre 125 Jahre vier Jahre früher feiern konnte. „Sie haben sich durch den Zusammenschluss mit Tyrlaching quasi älter geheiratet.“ In Tyrlaching wurde 1892 die erste Raiffeisenbank gegründet.

Jürgen Groß, Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbands ließ in seinem Vortrag keine Zweifel daran aufkommen, wer die Henne und wer das Ei sei. „Die VR meine Raiffeisenbank ist älter. Wir feiern erst nächstes Jahr 125tes.“ Groß berichtete im K+K Forum von seinem fortwährenden Kampf gegen die überbordende Regulatorik aus Brüssel, die das Ziel hätte, das erfolgreiche Modell der Genossenschaftsbanken zu zerstören. Der zweitgrößten Raiffeisenbank Bayerns, der VR meine Raiffeisenbank mit derem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Altmüller, bescheinigte er herausragende Arbeit. „Mir ist um die Zukunft der Bank nicht bange“, so Groß.

Für Schmunzeln und Gelächter sorgten die Anekdoten der früheren Vorstandsvorsitzenden, die gemeinsam auf einem Podium Platz genommen hatten. Roland Coulon wusste von Fehlalarmen zu berichten, die ihn regelmäßig frühmorgens aus dem Bett geholt hatten, und deren Ursache die Fensterscheibe der Bäckerei gegenüber gewesen sei. Alois Hoffmann erinnerte sich an einen Besuch seiner kleinen Tochter im Büro, die mitanhören durfte, wie er einen Mitarbeiter zur Räson gebracht hatte. Daheim habe die Tochter erzählt: „Der Papa sitzt in der Bank auf seinem Thron und scheißt die Leute zusammen.“ Horst Donhauser verriet schmunzelnd, warum er als Altöttinger Vorstandschef seinen Wohnsitz in Mühldorf hatte: „Es gab ja nicht nur gute Kunden sondern auch ein paar schlechte und die haben mich am Wochenende im Telefonbuch nicht gefunden.“

Sehr interessant war für die Anwesenden auch die Geschichte Alois Hoffmanns, wie Burghausens Bürgermeister Hans Steindl zum Kloster Raitenhaslach kam: „Wir mussten es versteigern aber die Stadt Burghausen war der einzige potenzielle Bieter. Da drängte mich ein Kollege, ich solle doch persönlich ein Gebot abgeben.“ Auf Hoffmanns Frage, was passieren würde, wenn die Stadt Burghausen nicht überbietet meinte der Kollege trocken: „Dann hast Du wenigstens genug Platz für Deine vielen Kinder ...“ Letztlich überbot aber die Stadt Burghausen den Bankchef und was heute daraus enstanden ist, hat in den Augen von Alois Hoffmann, internationales Format.

Bei hervorragendem Essen von Partyservice Gentscher, beschwingter Musik von „The Celebrations“ und einem spritzigen Kurzauftritt von Elvis-Double Dr. Kingsize, ließen es sich die Gäste gutgehen und beim Hinausgehen konnte man vielfach ein Lob für die gelungene Feier hören.

Auch der gute Zweck kam an dem Abend nicht zu kurz: Wolfgang Altmüller überreichte Dr. Kingsize einen Scheck über 5.000 Euro für die regionale Kinderkrebshilfe Balu.


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