04.07.2018, 08:00 Uhr

Ausgezeichnter Newcomer „Da Stenz“ aus Hintberg gewinnt den German Brand Award


Flo Ehrnböck sahnt den Best of Best Newcomer Preis ab.

HINTBERG/KIRCHBERG Flo Ehrnböck kann es immer noch kaum fassen: Er ist mit seinem jungen Unternehmen „STENZ – Beard Care“ mit dem Newcomer Brand of the Year ausgezeichnet worden. Andere Preisträger sind Megafirmen und Institutionen, die weltweit agieren wie etwa Mediamarkt, die Lufthansa, die ZF oder auch die Deutsche Fußball Liga. Und dann ein so kleines aber feines Unternehmen wie das von Flo Ehrnböck aus dem Bayerischen Wald! „Es ist die größte Auszeichnung für mich, die es derzeit geben kann“, sagt der Hintberger voller Begeisterung und natürlich voller Stolz.

Stolz – das darf er wahrlich sein. Vor nur zwei Jahren hat der gelernte Schreiner sein „Stenz – Beard Care“ in München gegründet und einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Mittlerweile schätzen zahlreiche Kunden die Produkte des innovativen jungen Mannes und er vertreibt aus einem kleinen alten Bauernhaus im niederbayerischen Hintberg bei Kirchberg seine Pflegeprodukte europaweit. „Da Stenz“ hat es in nur kürzester Zeit geschafft, sich als feste Marke zu etablieren.

Das sah auch die Jury so. In ihrer Begründung heißt es: „Die noch keine zwei Jahre alte Marke für hochwertige Bartpflegeprodukte positioniert sich vor allem über den jungen Inhaber, der – selbst Bartträger – nicht nur extrem authentisch, sondern auch äußerst sympathisch sein noch kleines Unternehmen zu präsentieren versteht und dabei markentechnisch bis ins Detail alles richtig macht. Und so überrascht es nicht, dass die von ihm selbst entwickelten Produkte bereits europaweit vertrieben werden und der Name Stenz in der Szene längst ein Begriff ist.“

Auf der Bühne mit Weltfirmen

Mit dem German Brand Award zeichnet der Rat für Formgebung und das German Brand Institute erfolgreiche Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation aus. Zu der Preisverleihung in Berlin am 21. Juni kamen rund 600 geladene Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Medien ins Deutsche Historische Museum.

Schon die Nominierung für den Preis war eine Überraschung für den Hintberger. „Im März lag ein Brief im Postkasten, dass ich für den Preis nominiert bin“, erzählt Flo Ehrnböck, der bis dahin nichts von der Auszeichnung wusste. Also hat er sich hingesetzt und sich schlaugemacht. Schnell war für ihn klar: Diese Nominierung nehme ich an! Als dann keine zwei Monate später ein weiterer Brief ins Haus geflattert kam, in dem stand, dass er den Newcomer-Preis gewonnen hat, war die kleine Familie natürlich völlig aus dem Häuschen. „Wir sind total baff auf der Hausbank gesessen und haben auf den Preis angestoßen!“ Bis zur Preisverleihung musste Flo Ehrnböck dichthalten. „Man durfte niemanden etwas sagen“, so der 35-Jährige. Doch jetzt ist der Galaabend vorbei und der Award fest in den Händen des Jungunternehmers!

Für den Gewinner und seine Ehefrau Eva war es ein „saucooler“ Abend. „Ich war noch nie auf einer solchen Veranstaltung. Es gab eine Monsterbühne, auf der ich dann selber stehen durfte. Das ist einfach unglaublich und unbeschreiblich“, ist Flo Ehrnböck immer noch fasziniert. Und während andere Gäste sich für den Auftritt extra in Abendrobe geschmissen haben, hat Flo Ehrnböck das gemacht, was er immer macht. Er ist sich selber treu geblieben. Statt Anzug und Krawatte kam er mit Lederhose, Weste und Sakko zum Festabend. „Den Preis habe ich mir sogar barfuß abgeholt“, schmunzelt der sympathische Niederbayer. Und auch wenn die Leute im ersten Moment etwas verdutzt geschaut haben, „sie haben es voll geil gefunden und sogar vom Outfit des Tages gesprochen“, erinnert sich Flo gerne zurück.

Mit dieser Aktion hat Flo Ehrnböck natürlich wieder auf sich aufmerksam gemacht: „Ganz viele Leute wollten danach wissen, was ich mit meiner Firma mache! Das ist das beste Networking, das man sich vorstellen kann.“

Man darf also gespannt sein, wie sich diese Erfolgsgeschichte weiter entwickelt!


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