25.05.2018, 14:52 Uhr

Verurteilung nach 30 Jahren Frau vergewaltigt und lebendig begraben

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Nach rund 30 Jahren konnte eine grausame Vergewaltigung aufgedeckt werden. Der Peiniger wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

ASCHAFFENBURG Vor 30 Jahren hat der heute 56-jährige Jürgen R. eine damals 22-Jährige mehrere Stunden vergewaltigt, mit einem Schraubenzieher fast erstochen und danach im Wald verscharrt.

Die junge Frau wollte 1988 von einem Discobesuch nach Hause fahren, als ihr Peiniger zu ihr ins Auto stieg und sie zwang, in einen Wald zu fahren, wo er sich schließlich an ihr verging. In der Annahme, dass sie tot sei, fuhr er nach seiner bestialischen Tat mit dem Auto seines Opfers davon.

Die heute 52-Jährige überlebte nur knapp und konnte sich zu einer Straße schleppen, wo sie von einem Autofahrer entdeckt wurde. In einer Notoperation wurde sie gerettet.Die Polizei hatte routinemäßig den Fall noch einmal überprüft und unter anderem alte Spuren noch einmal untersuchen lassen.

Dabei ergab sich per DNA-Abgleich ein Treffer in einer Datenbank, in der der vorbestrafte Jürgen R. registriert war. Im vergangenen Herbst wurde er festgenommen. Er hatte vor Gericht die Vergewaltigung zugegeben, aber eine Tötungsabsicht bestritten.

Das Landgericht Aschaffenburg sah die Mordabsicht laut der Berliner Morgenpost als erwiesen an und verurteilte Jürgen R. zu lebenslanger Haft. Eine Verurteilung nur wegen der Vergewaltigung wäre nicht möglich gewesen, da dieser Vorwurf strafrechtlich bereits verjährt ist.


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