16.11.2020, 13:19 Uhr

Biologieolympiade JAS-Gymnasium Nabburg – Elena Meier qualifiziert sich für die zweite Runde

 Foto: Michael Sontheim Foto: Michael Sontheim

Auch in diesem Schuljahr stellte sich die Schülerin des JAS-Gymnasiums Nabburg Elena Meier (Q12) den Herausforderungen der „32. Internationalen Biologie Olympiade (IBO)“. Sie erhielt am Mittwoch, 11. November, die Auszeichnung für die erfolgreiche Teilnahme an der ersten Runde zur Auswahl der deutschen Mannschaft.

Nabburg. Elena Meier qualifizierte sich wie in den beiden Vorjahren mit einer sehr guten Leistung für die zweite Runde. Mit 50 von maximal 60 zu erreichenden Punkten errang Elena von 1493 Teilnehmern den 554 Platz bundesweit. Oberstudiendirektor Schwab überreichte eine Urkunde und bedankte sich für ihr Engagement bei der Teilnahme dieses anspruchsvollen Wettbewerbs. Gemeinsam mit dem Betreuungslehrer Oberstudienrat Sontheim wünschte er Elena für die zweite Runde viel Erfolg.

Hierzulande wird ein vierstufiges Auswahlverfahren durchgeführt, bei dem aus mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern schließlich die vier besten deutschen Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie eines Schuljahres gefunden werden. Am IBO-Wettbewerb können alle Jugendlichen, die im Jahr der IBO eine weiterführende Schule besuchen, teilnehmen. In der Regel sind es Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die nicht älter als 20 Jahre sind.

In der ersten Runde der IBO müssen vier offen gestellte Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie bearbeitet werden. Die anspruchsvollen Aufgaben der ersten Runde dürfen mit Fachliteratur zu Hause bewältigt werden. Praktische Anteile, wie die Durchführung und Auswertung von Experimenten, werden auch abverlangt. Für die Qualifikation zur zweiten Runde muss man nicht alle Aufgaben richtig gelöst haben. Die Aufgaben liegen über dem Niveau des Schulstoffes der elften und zwölften Jahrgangsstufe. Die Arbeiten der ersten Runde werden von einem Lehrer der jeweiligen Schule korrigiert. Die Lehrkraft meldet die Ergebnisse unter Verwendung des Ergebnismeldebogens beziehungsweise unter Angaben aller erforderlichen Daten bis zum vorgegebenen Stichtag an einen Landesbeauftragten.

In der zweiten Runde wird Elena in zwei Zeitstunden (120 Minuten) 30 anspruchsvolle Aufgaben als Multiple-Choice-Fragen (MC) und circa sechs komplexe Aufgaben aus den Bereichen Anatomie und Physiologie von Tier und Mensch, Cytologie, Genetik und Evolution, Botanik, Ökologie, Systematik und Verhalten lösen. Diese Verteilung entspricht nicht den Lehrplaninhalten, sondern dem IBO-Reglement. In aller Regel kommen Teilnehmer mit mehr als 50 Prozent richtiger Antworten weiter. Die Anforderungen in der dritten Runde der IBO steigen erneut, besonders im Hinblick auf die Praxis. In einem theoretischen Teil müssen 80 Aufgaben als MC-Fragen und bis zu 16 komplexe Aufgaben aus denselben Bereichen der Biologie wie in der zweiten Runde bearbeitet werden und zwar in vier Zeitstunden. Im praktischen Bereich durchlaufen einzelne Schüler drei Labore (entspr. drei Gebieten der Biologie) mit bis zu drei Aufgaben je 75 Minuten am IPN in Kiel. In der vierten Runde muss eine komplexe mehrstündige praktische Aufgabe auf der Basis theoretischen Wissens (in Form einer Studienarbeit) gelöst werden. Zehn komplexe theoretische Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie und weitere praktische Laboraufgaben mit je drei Zeitstunden werden bearbeitet. Daneben findet für jeden einzelnen Schüler ein integratives Auswahlverfahren der Studienstiftung statt, und zwar auf der Basis eines mündlichen Seminars.

Die Internationale Biologieolympiade (IBO) wurde 1989 von sechs Nationen gegründet und im Jahre 1990 zum ersten Mal ausgetragen. Sie ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe II dient. Der Wettbewerb wird auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Er zählt zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerben und ist im Begabungslotsen, dem Informationsportal zur Talentförderung vertreten. Die Organisation des nationalen Wettbewerbs, bei dem vier Kandidaten für die Olympiamannschaft ausgewählt werden, liegt beim IPN. Die internationale Biologieolympiade findet im Sommer 2021 in Lissabon, Portugal statt.


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