12.12.2018, 15:13 Uhr

Best-Practice-Beispiele Arbeitsministerin verleiht Preise für Berufsorientierung – zwei Preisträger aus Schwandorf

Staatsministerin Kerstin Schreyer, Isabell Grella, Vertreterin der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Dr. Thomas Kürn, Vertreter der BIHK und Christian Golisch, Vertreter des BHT mit den Preisträgern. (Foto: Bischof&Broel/StMAS)Staatsministerin Kerstin Schreyer, Isabell Grella, Vertreterin der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., Dr. Thomas Kürn, Vertreter der BIHK und Christian Golisch, Vertreter des BHT mit den Preisträgern. (Foto: Bischof&Broel/StMAS)

Die Entscheidung, welche berufliche Laufbahn man einschlägt, ist eine wichtige Weichenstellung für das weitere Leben. Einige Jugendliche haben schon in der Schulzeit klare Vorstellungen, aber viele sind noch unentschlossen. Hier kommt die Berufsorientierung ins Spiel. Sie stellt Ausbildungsberufe vor, zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind.

SCHWANDORF Gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden hat Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer am Mittwoch, 12. Dezember, zwölf besonders gelungene Beispiele von regionalen Initiativen zur Berufsorientierung ausgezeichnet: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung. Es beugt auch Enttäuschungen über einen vermeintlichen Traumberuf vor und hilft Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Wie das gut gelingen kann, zeigen die Preisträger aus ganz Bayern. Ich freue mich, dass ich heute die gleich zwei Preisträger aus Schwandorf auszeichnen kann: das BBZ Berufs-Bildungs-Zentrum GmbH und den Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute e. V..

„Die Berufsorientierung im Handwerk funktioniert am besten, wenn Schulen eng mit Kammern, Innungen, Kreishandwerkerschaften und Verbänden zusammenarbeiten. Je aufgeschlossener die Schulen sind, desto einfacher fällt es uns, das richtige Angebot bereitzustellen und mehr junge Leute für eine duale Berufsausbildung zu gewinnen“, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Xaver Peteranderl.

Dr. Thomas Kürn, Bereichsleiter Berufliche Bildung bei der IHK München und Jurymitglied für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK): „Eine passgenaue Berufsorientierung legt den Grundstein für erfolgreiche berufliche Karrieren. Das ist sowohl im Interesse der Jugendlichen, wie auch unserer Unternehmen, die heute mehr denn je auf qualifizierten Fachkräftenachwuchs angewiesen sind. Deshalb ist es wichtig, Best-Practice-Beispiele zur Berufsorientierung sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.“

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte im Vorfeld der Preisverleihung: „Eine frühzeitige, am Talent und Arbeitsmarkt orientierte berufliche Orientierung junger Menschen ebnet den Weg in eine passgenaue und erfolgreiche Beschäftigung. Sie hilft, Fehlentscheidungen in Bezug auf die berufliche Laufbahn so weit wie möglich zu verringern. Über die schulische Berufsorientierung hinaus engagieren sich zahlreiche Akteure mit vielfältigen Maßnahmen, Projekten und Angeboten vor Ort für die Berufsorientierung. Alle Akteure haben gemeinsam, dass sie Berufsorientierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehen und sich diesem Thema zielgerichtet auch mit großem Engagement annehmen. Dieses regionale Engagement ist aus Sicht der vbw sehr zu begrüßen. Den zwölf Preisträgern aus ganz Bayern gratulieren wir herzlich.“

Das BBZ Berufs-Bildungs-Zentrum GmbH wird für den „Berufs-Erlebnis-Tag“ ausgezeichnet. Schülern und Schülerinnen wurde die Möglichkeit gegeben, sich über mögliche Berufe zu informieren und psychomotorisch zu erfassen, was hinter dem jeweiligen Berufsbild steht. Ausbildungsbetriebe und potentielle Auszubildende wurden an einem Tisch zusammengebracht und Ausbildungsverhältnisse konnten so direkt entstehen. Zudem konnten Lehrkräfte wichtige Kontakte knüpfen und ihre Berufsorientierungskonzepte darauf aufbauen.

Der Süddeutsche Verband reisender Schausteller und Handelsleute e. V. erhält den Preis für das niederschwellige und außergewöhnliche Format der Veranstaltung: 12 Unternehmen bekamen die Möglichkeit, für zwei Stunden je eine Gondel im Riesenrad zu besetzen und in der Gondel für jeweils eine Fahrt von rund zehn Minuten mit einem Bewerber zu sprechen. Das Jobcenter organisierte Vorgespräche mit potentiellen Bewerbern. Außerdem gab es die Möglichkeit für spontan entschlossene Bewerber, ebenfalls zuzusteigen.

Die Bayerische Staatsregierung hat mit dem Bayerischen Handwerkstag (BHT), dem Bayerischer Industrie- und Handelskammertag und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstmals insgesamt zwölf Preise für besonders gelungene Berufsorientierungsveranstaltungen und -maßnahmen ausgelobt. Bewerben konnten sich Veranstalter oder Aussteller mit Sitz in Bayern, zum Beispiel Schulen, Bildungsstätten, kirchliche Organisationen, private Veranstalter, Kommunen, Unternehmen, Arbeitnehmerorganisationen oder Wirtschaftsorganisationen. Jeder Preisträger erhält einen Geldpreis in Höhe von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.


0 Kommentare