10.12.2020, 15:02 Uhr

virtualnanny.de Studierende der OTH Regensburg entwickeln Betreuungsportal für Familien

Ein Screenshot aus virtualnanny.de zeigt, welche Beschäftigungsangebote das Portal für Kinder bereit hält.  Foto: OTH Regensburg/Jan DünnweberEin Screenshot aus virtualnanny.de zeigt, welche Beschäftigungsangebote das Portal für Kinder bereit hält. Foto: OTH Regensburg/Jan Dünnweber

Distanzunterricht, Quarantäne und Home-Office – viele Familien sehen sich seit Beginn der Corona-Pandemie mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft.

Regensburg. Viele Angehörige der OTH Regensburg sind sich dieses Problems bewusst; die Informatik-Studierenden Nicole Höß, Linda Djoumsi, Christian Schütze und Johannes Zehetbauer haben sich unter der Leitung von Professor Dr. Jan Dünnweber an eine Lösung des Problems gemacht: Im vergangenen Sommersemester haben sie im Hauptseminar Projektstudium ein

Familienreiseportal, das zuvor ebenfalls von einer Studierendengruppe entwickelt worden war, in eine virtuelle Betreuungsplattform umgewandelt: „Die Studierenden haben schnell reagiert und mit dem Neubau der Seite virtualnanny.de ein ganz neues und einzigartiges Angebot geschaffen“, sagt Professor Jan Dünnweber. Nun ist der erste Prototyp des Portals fertiggestellt und es werden Einladungen an potentielle Nutzer verschickt.

Entstanden ist ein Online-Angebot, das von Betreuungsengpässen betroffene Familien, die abwechselnd Betreuung in Anspruch nehmen und selbst anbieten wollen, miteinander vernetzt. Darüber hinaus sollen Personen, die gerne Betreuung über das Internet anbieten würden, mit den suchenden Familien zusammengebracht werden. Dass Bedarf für ein solches Portal besteht, haben die Studierenden durch eine Umfrage unter 81 Betreuenden und 90 Eltern, die unter anderem über die Familienbüros diverser Hochschulen angeschrieben wurden, erfragt. Auch gewünschte Inhalte für die Betreuungsseite wurden so ermittelt. Deshalb gibt es auf virtualnanny.de nun ein reichhaltiges Angebot an virtuellen Beschäftigungsmöglichkeiten: Gemeinsames Lesen, Basteln, Malen, Musizieren, oder Lernen gehören dazu.

Durch eine moderne, verteilte Software-Architektur, sei die Seite sicher, flexibel, skalierbar und uneingeschränkt verfügbar, sagt Professor Dünnweber. „Ich bin überzeugt, dass das Portal Familien wertvolle Hilfe leisten kann und möchte es auch mit meinen eigenen Kindern testen. Dank der erweiterten Funktionen für die Suche nach Babysittern für Hausbesuche, Unterricht vor Ort usw. wird das Portal bestimmt auch über die Corona-Krise hinaus nützlich sein“, sagt er.

In einer Testphase steht die Onlineplattform für die Funktion, Betreuung anzubieten, lediglich Hochschulangehörigen zur Verfügung. Vorerst können Familien also nur aus einer begrenzten Anzahl an Betreuern wählen.

Das ursprüngliche Projekt eines Familienreiseportals haben die Studierenden übrigens nicht aufgegeben: Die Funktion, Betreuerfamilien oder andere Familien für gemeinsame Urlaube zu finden ist, wurde in virtualnanny integriert.


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