22.10.2020, 13:44 Uhr

Pestalozzi-Grundschule Kinder-Künstlerinnen und -Künstler schaffen besondere Lektüre

Hintere Reihe: Sabine Wunderlich (Abteilungsleitung ejsa und Netzwerkkoordinatorin NER) Izabella Russek (Mittagsbetreuung), Eugenia Wenzel (Jugendsozialarbeiterin bei der ejsa), Franz Wartner (Schulleiter); vordere Reihe: Mariama, Sophie, Dora. Foto: ejsa Regensburg, Julia StraußHintere Reihe: Sabine Wunderlich (Abteilungsleitung ejsa und Netzwerkkoordinatorin NER) Izabella Russek (Mittagsbetreuung), Eugenia Wenzel (Jugendsozialarbeiterin bei der ejsa), Franz Wartner (Schulleiter); vordere Reihe: Mariama, Sophie, Dora. Foto: ejsa Regensburg, Julia Strauß

Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Grundschule erklären mit Hilfe von Steinbildern anderen Kindern und Eltern ihre Schule. Nun erfolgte die Übergabe des gedruckten Buches durch die Verantwortlichen der Schule und des Netzwerks Elternbegleitung Regensburg (NER) unter Koordination der Evangelischen Jugendsozialarbeit Regensburg (ejsa).

Regensburg. „Komm, ich zeig dir meine Schule!“ – so heißt das Buch, mit dem die Kinder der Pestalozzi-Grundschule auf besondere Art und Weise ihre besondere Schule zeigen. Dort fand nun mit einer kleinen Feier die offizielle Übergabe der Bücher an die Schülerinnen und Schüler statt. Im Zuge der Entstehung des Buches haben die beteiligten Kinder der Pestalozzi-Grundschule mit Freude Themen gesammelt, in der Mittagsbetreuung Bilder aus Donaukieseln gelegt und mit ihren Lehrerinnen im Deutschunterricht kleine Texte verfasst. Ziel war es, damit anderen Kindern und Eltern in einfacher Sprache und anschaulich alles Wichtige rund um den Schulalltag näher zu bringen – von Schulweg, -haus und -personal über wichtige Regeln bis hin zu Institutionen wie Mittagsbetreuung und Jugendsozialarbeit. Stellvertretend für alle kleinen Künstlerinnen und Künstler stellten die Schülerinnen Mariama und Dora ihre gestalteten Seiten und deren Entstehung vor.

„Inspiriert durch das Buch ‚Ramas Flucht‘ habe ich die Methode der Steinbilder in die soziale Gruppenarbeit mit den geflüchteten Kindern aufgenommen. Wo Sprache fehlt, gelingt es durch gemeinsames Tun, sich näher kennenzulernen“, erklärt Jugendsozialarbeiterin Eugenia Wenzel von der ejsa Regensburg. Zusammen mit Izabella Russek von der Mittagsbetreuung an der Pestalozzi Grundschule und Sabine Wunderlich, zuständige Abteilungsleitung bei der ejsa Regensburg, zeichnet sie sich für Konzeption und Umsetzung des Buches verantwortlich. Dem Trio galt auch der besondere Dank von Schulleiter Franz Wartner, der sich sichtlich erfreut über das Ergebnis zeigte: „Seit dem Schuljahr 2015/16 werden die Mauern eines ehemaligen Kasernengebäudes durch die Lebendigkeit von 230 Kindern aus 38 Nationen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen erfüllt. Die Pestalozzi-Grundschule ist eine bunte, offene und lebendige Schule. Dies wird in diesem Buch auf eindrucksvolle Weise spürbar.“ Auch die Vertreterinnen des Elternbeirates waren bei der Übergabe begeistert von der Kreativität der Kinder: „Dieses tolle Buch kommt gerade zur richtigen Zeit, um sich in der aktuellen Situation wieder über etwas freuen zu können.“

„Komm, ich zeig dir meine Schule!“ ist ein Buchprojekt des Netzwerks Elternbegleitung Regensburg (NER), das im Rahmen des Bundesmodellprogramms „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ noch bis Ende dieses Jahres durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Die Koordination des NER, in dem aktuell 15 Partner zusammenarbeiten, liegt bei der ejsa Regensburg. „Gerade Familien, die aus den verschiedensten Gründen neu zugewandert sind, haben den Wunsch, ihre Kinder in Sicherheit in einem freien Land und mit guter Bildung aufwachsen zu wissen. In unserem Netzwerk Elternbegleitung Regensburg ist es uns ein großes Anliegen, die Familien darin zu unterstützen“, sagt Netzwerkkoordinatorin Sabine Wunderlich. Sie hofft, dass die wichtige Arbeit des Zusammenschlusses dank entsprechender Anschlussfinanzierung auch nach Ende des Modellprogramms in 2020 fortgesetzt werden kann.


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