12.08.2020, 13:08 Uhr

Modell für die Mikrochirurgie Preis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie geht an Prof. Dr. Silke Härteis und Dr. Thiha Aung

Prof. Dr. Silke Härteis. Foto: Julia DraganProf. Dr. Silke Härteis. Foto: Julia Dragan

Professorin Dr. Silke Härteis vom Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie der Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin an der Universität Regensburg hat zusammen mit Dr. Thiha Aung, Plastischer Chirurg an der Abteilung für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Regensburg, ein innovatives Modell für die Mikrochirurgie entwickelt.

Regensburg. „Die Behandlung mikrochirurgischer Traumen im OP braucht extrem viel Übung, die fängt bereits beim Präparierkurs im Fach Anatomie während des Medizinstudiums an“, erklärt Silke Härteis. Nur präzise ausgeführte Eingriffe garantieren, dass es nicht zu Komplikationen kommt. Die junge Professorin vermittelt zusammen mit dem Plastischen Chirurgen Aung das Wissen und die entsprechenden Fähigkeiten an Studierende der Medizin.

In eineinhalbjähriger Zusammenarbeit haben beide ein Modell entwickelt, das weltweit einzigartig sein dürfte: Sie trainieren die Studierenden und angehende Chirurginnen und Chirurgen an der Membran von Bio-Eiern. Den Startschuss für die Zusammenarbeit gab ein gemeinsamer Antrag bei der Regensburger Universitätsstiftung Helga und Erwin Hartl. Ursprünglich war das Modell für sogenannte Angiogeneseuntersuchungen vorhergesehen: Deren Ziel ist es, zu erforschen, wie sich Gefäße neu- beziehungsweise ausbilden und verändern. Nun wird das Modell für mikrochirurgische Aus- und Fortbildungen genutzt, der nächste Schritt ist die klinische Anwendung im Bereich der Lymphchirurgie. Zu denen, die das Modell als einmalig und zukunftsweisend bewerten, gehört die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie, die die beiden Wissenschaftler unlängst auszeichnete.


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