16.06.2020, 15:02 Uhr

Universität Regensburg Edison-Volta-Preis 2020 geht an Prof. Dr. Dieter Weiss – für Entdeckung eines neuen Quantenphänomens

 Foto: Tobias Büttner/Uni Regensburg Foto: Tobias Büttner/Uni Regensburg

Dieter Weiss (Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle und Angewandte Physik an der Universität Regensburg) wurde zusammen mit Klaus Ensslin (ETH Zürich) und Jurgen Smet (MPI für Festkörperforschung Stuttgart) der diesjährige Edison-Volta-Preis der European Physical Society (EPS) für „their seminal contributions to condensed matter nano-science“ zuerkannt.

Regensburg. Dieter Weiss, der seit 1995 Professor an der Universität Regensburg ist, wurde ausgezeichnet für die „Entdeckung eines neuen spektakulären Quantenphänomens, den Weiss-Oszillationen“. Diese Oszillationen im Widerstand treten auf, wenn der Radius der Kreisbahn der Elektronenbewegung in einem Magnetfeld kommensurabel ist mit der Periode einer künstlichen Ladungsträgerdichtemodulation in einem zweidimensionalen Elektronengas. Zweidimensionale Elektronengase findet man beispielsweise in Transistorstrukturen. Gegenwärtig untersucht Prof. Dr. Dieter Weiss mit seinen Mitarbeitern das Phänomen der Weiss-Oszillationen auch in topologischen Isolatoren, einer neuen Materialklasse mit einer elektrisch leitenden, zweidimensionalen Außenschicht und isolierendem Inneren.

Der EPS Edison-Volta-Preis fördert Exzellenz in der Forschung und wird in Anerkennung herausragender Forschung und Leistung in der Physik vergeben. Der Preis, bestehend aus 10.000 Euro und einer Silbermedaille mit dem Portrait von Alessandro Volta, wird seit 2012 alle zwei Jahre an Einzelpersonen oder Gruppen von bis zu drei Personen verliehen. Bisherige Preisträger aus Deutschland sind Rolf Dieter Heuer (ehemaliger Generaldirektor CERN) und Karsten Danzmann (Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover).


0 Kommentare