04.06.2020, 16:32 Uhr

Corona-Zeiten Der Mintrachinger Jugendtreff funktioniert auch virtuell

Auch einen Malwettbewerb gab es: Unser Foto zeigt Alvy Zilvyte und Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank mit den Siegerbildern und den Preisen.  Foto: Gemeinde MintrachingAuch einen Malwettbewerb gab es: Unser Foto zeigt Alvy Zilvyte und Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank mit den Siegerbildern und den Preisen. Foto: Gemeinde Mintraching

Die Corona-Zeit ist vor allem auch für Kinder und Jugendliche eine sehr spannende, aber auch belastende Zeit. Sie können nicht in die KiTa oder die Schule, die Spiel- und Bolzplätze waren lange geschlossen. Bibliotheken waren nicht geöffnet. Auch bei den Jugendtreffs stießen die Kinder und Jugendlichen auf verschlossene Türen.

Mintraching. In Mintraching im Landkreis Regensburg ging man deshalb andere Wege, um in Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen zu kommen. „Gleich Ende März haben wir unsere Angebote für Kinder aus dem Jugendtreff ins Netz verlegt. Damit wollten wir unsere Kinder ein bisserl beschäftigen, die Eltern etwas entlasten und auch dafür sorgen, dass unser Kindertreff nicht ganz in Vergessenheit gerät“, berichtet Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank. „Unsere Jugendpflegerin Alvy Zilvyte hat meine Anregung sofort aufgenommen und täglich etwas gepostet. Auf Facebook wurde eine geschlossene Gruppe gegründet und recht bald waren die ersten Eltern dabei. Für die Inhalte sorgen unsere Jugendpflegerin, die Mädels aus dem Hort und ich.“ Jugendarbeit in Mintraching ist also auch Chefsache – oder besser – Chefinnensache!

Am 30. März wurde die private Facebook-Gruppe eingerichtet. „Kinder und Eltern konnten sich hier Anregungen zur Freizeitgestaltung holen, um die Zeiten daheim während der Corona-Maßnahmen zu überbrücken. Gedacht war, dass der Kindertreff nicht vergessen wird, Kontakte gepflegt werden können und außerdem den Eltern eine kleine Hilfe bei der Beschäftigung ihrer Kinder zu bieten.“ Seit dem 25. März findet immer mittwochs und freitags der Kindertreff virtuell über „Zoom“ statt. „Während der Online-Sitzung wird gebastelt oder gemalt. Es wurde darauf geachtet, dass die Materialien nicht gekauft werden müssen, sondern man diese daheim hat – wie zum Beispiel Papier, Kleber oder Stifte.“ Zudem gab es viele Infos für Kinder rund um das Coronavirus, zum Beispiel vom Gesundheitsministerium.

Jetzt, wo das Wetter wieder besser wird, zeigt sich, dass viele Kinder wieder gerne nach draußen gehen. „Das ist natürlich absolut wichtig, damit sich die Kinder an der frischen Luft bewegen und den sozialen Kontakt nicht verlernen. Deswegen werden die Sitzungen trotzdem aufgenommen und hochgeladen, wenn zur ,Zoom‘-Sitzung keiner erscheint.“ So können die Kinder dann zum Beispiel abends oder am nächsten Tag reinschauen und mitbasteln.

Auch einen Malwettbewerb rund um die Gemeinde Mintraching und ihre Besonderheiten gab es, die Sieger stehen mittlerweile fest.


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