15.05.2020, 15:37 Uhr

KI-Wettbewerb Drei Professuren für die OTH Regensburg – „Center of Artificial Intelligence“ wird deutlich gestärkt

Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigte sich beim Besuch der OTH Regensburg im Januar 2020 beeindruckt von den vielfältigen KI-Projekten an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Florian HammerichMinisterpräsident Dr. Markus Söder zeigte sich beim Besuch der OTH Regensburg im Januar 2020 beeindruckt von den vielfältigen KI-Projekten an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Florian Hammerich

Dass die Kompetenzen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Bayerischen Staatsregierung hohes Ansehen genießen, machte Ministerpräsident Dr. Markus Söder bereits bei seinem Besuch der OTH Regensburg im Januar dieses Jahres deutlich.

Regensburg. Ebenso deutlich wurde dies nun am Freitag, 15. Mai, bestätigt: Im Rahmen einer Pressekonferenz verkündete der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Ergebnisse des bayerweiten KI-Wettbewerbs. „Ich freue mich außerordentlich, dass die OTH Regensburg in diesem bayernweiten KI-Wettbewerb so erfolgreich war und nun für den Bereich der Künstlichen Intelligenz drei Professuren dazugewinnt“, so Regensburgs OTH-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier, der sich nach der Pressekonferenz äußerst zufrieden zeigte.

„Mit diesen drei Professuren können wir den Fortschritt und die Innovationen in dem wichtigen Zukunftsfeld der Künstlichen Intelligenz entscheidend mitgestalten und für die Region deutliche Impulse setzen“, freut sich OTH-Präsident Prof. Baier. Damit kann der Ausbau des Regensburger „Center of Artificial Intelligence“ (RCAI) der OTH Regensburg deutlich beschleunigt sowie die KI als definierter Forschungsschwerpunkt entscheidend gestärkt und auf ein neues Niveau gehoben werden. „Daher sind wir der Bayerischen Staatsregierung für diese drei Professuren absolut dankbar“, so Prof. Baier weiter.

Der KI-Wettbewerb ist Teil der Hightech-Agenda Bayern von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und vergibt 50 KI-Professuren zum Ausbau des KI-Netzes im Freistaat, wobei eine Hälfte für die Universitäten, die andere Hälfte für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorgesehen ist. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, das bayerische KI-Netzwerk von seinem Zentrum in München aus über die Knoten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt weiter in den gesamten Freistaat hinein auszudehnen. „Wir kooperieren ohnehin hochschulübergreifend. Daher waren unsere eingereichten und bewilligten Konzepte in intensive Kooperationen mit anderen Hochschulen eingebettet“, erläutert Prof. Baier die strategische Ausrichtung der dazugewonnenen Professuren. „Die Kooperation im ostbayerischen Verbund spielt dabei eine besondere Rolle“, so Präsident Baier: Im Rahmen des KI-Wettbewerbs haben sich die ostbayerischen Hochschulen (Universität Passau, OTH Regensburg, OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf sowie HAW Landshut) zu einer Verbundkooperation „KI Campus Ostbayern“ zusammengeschlossen.

Folgende Stellen gewinnt die OTH Regensburg aus dem KI-Wettbewerb dazu: Bewilligt wurden die Professur „Technikfolgenabschätzung für KI-gestützte Mobilität“ sowie die Professur „Künstliche Intelligenz für Infrastruktur und Stadtentwicklung“. Beide Professuren sind Teil des Verbundantrags „KI-Knoten Mobilität“ zusammen mit der TH Ingolstadt und werden an der Fakultät Informatik und Mathematik eingerichtet werden. Zudem wurde eine weitere Professur zum Thema „Edge AI & Kooperative Systeme“ bewilligt, die in den Verbundantrag „KI Campus Ostbayern – Data Science“ eingebunden ist und an der Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften eingerichtet wird.

Die 50 ausgelobten KI-Professuren wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren eingerichtet. Insgesamt 175 Bewerbungen hatten die Hochschulen aus ganz Bayern bis Ende Februar hierzu eingereicht. Eine 18-köpfige Expertenkommission hochkarätiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Vorsitz des langjährigen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und international erfahrenen Verfahrens- und Wettbewerbsexperten Prof. Dr. Peter Strohschneider hatte die Anträge ausgewertet und eine Förderempfehlung abgegeben.


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