01.11.2019, 15:58 Uhr

Bildung Hochschulen im Freistaat und in Israel gehen Zukunftsthemen gemeinsam an

Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg, Staatsminister Bernd Sibler und Prof. Chaim Hames, Rector of Ben-Gurion University of the Negev, bei Unterzeichnung des Memorandum of Understanding). (Foto: StMWK)Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg, Staatsminister Bernd Sibler und Prof. Chaim Hames, Rector of Ben-Gurion University of the Negev, bei Unterzeichnung des Memorandum of Understanding). (Foto: StMWK)

Am Ende seiner Delegationsreise nach Israel zieht Wissenschaftsminister Bernd Sibler ein positives Fazit: Mit 19 Hochschulvertreterinnen und -vertretern aus ganz Bayern war er vergangenen Sonntag aufgebrochen, um in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa den Dialog mit israelischen Hochschulen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu suchen und die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Bayern und Israel zu stärken.

REGENSBURG Im Fokus der Reise standen die Zukunftsthemen Künstliche Intelligenz und Computer Science. Wissenschaftsminister Sibler betonte: „Internationale Kooperationen sind grundlegend und entscheidend für die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Forschung. Für den Erfolg unserer bayerischen Hochschulen ist eine internationale Vernetzung unverzichtbar. Der Freistaat und Israel sind starke Partner, um Antworten auf Fragen zu Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Computer Science gemeinsam zu finden. Der kritische Dialog und Austausch ist eine wesentliche Voraussetzung, um das Potenzial neuer Technologien für den Menschen maximal und verantwortungsvoll ausschöpfen zu können.“

Neue Abkommen geschlossen: Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Die bayerischen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nutzten den unmittelbaren Kontakt, um ihr Netz mit israelischen Einrichtungen noch enger zu knüpfen und neue Kooperationen zu initiieren: Die Bayerische Forschungsallianz BAYFOR und das Israel-Europe R@D Directorate (ISERD) schlossen ein Partnerschaftsabkommen, bei dem die enge Zusammenarbeit bei der Verwirklichung gemeinsamer Forschungsprojekte innerhalb der europäischen Forschungsrahmenprogramme im Fokus steht. Die Universität Regensburg und die Hochschule München schlossen mit der Ben Gurion University of the Negev ein „Memorandum of Understanding“ ab, um auf dieser Grundlage insbesondere den Austausch von Studentinnen und Studenten zwischen beiden Hochschulen weiter zu intensivieren. „Damit stärken wir den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Bayern und ermöglichen zugleich jungen Menschen, sich auf internationalem Terrain in der Wissenschaftslandschaft zu bewegen – in unserer globalisierten Welt ist das von großer Bedeutung. Für alle Beteiligten ist das eine Win-Win-Situation.“

Stationen in Haifa, Jerusalem und Tel Aviv

Stationen der Reise der Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten in Bamberg, Bayreuth, Eichstätt-Ingolstadt, Erlangen-Nürnberg, München, Regensburg, Passau und Würzburg sowie der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Amberg-Weiden, Augsburg, Deggendorf, Ingolstadt, München, Neu-Ulm, Regensburg, Rosenheim, Würzburg-Schweinfurt und der Hochschule für Philosophie München waren die Hebräische Universität Jerusalem, die Tel Aviv Universität, das Startup Nation Central sowie das BMW Technology Office in Tel Aviv-Yafo und das Technion Institute of Technology in Haifa. Auch tauschte sich die Delegation mit der Israel Innovation Authority und dem Wissenschaftsminister des Staates Israel Ofir Akunis in der Knesset in Jerusalem aus. Tief beeindruckt zeigte sich der Wissenschaftsminister vom Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem.


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