27.10.2019, 09:33 Uhr

„Ist das Kunst – oder kann das weg?“ Der „Goldene Waller“ erzeugt hohe Wellen im Internet – das sagen Wochenblatt-Leser zum Kunstwerk

„Wow, sowas Schönes und unglaublich Wertvolles. Toll, dass die Gelder, die wir alle zahlen, endlich mal sinnvoll ausgegeben werden“, schreibt ein Facebook-Nutzer mit viel Ironie. (Foto: Kathrin Lechl)„Wow, sowas Schönes und unglaublich Wertvolles. Toll, dass die Gelder, die wir alle zahlen, endlich mal sinnvoll ausgegeben werden“, schreibt ein Facebook-Nutzer mit viel Ironie. (Foto: Kathrin Lechl)

Ein Waller, Hochdeutsch Wels, erzeugt in Regensburg aktuell hohe Wellen. Und wenn es der Waller im Donauwasser wäre, dann würde das auch keinen wundern. Der „Goldene Waller“ aber, der seit Freitag, 18. Oktober, beim Museum der Bayerischen Geschichte steht, ist dann doch ein eher ungewöhnliches Exemplar!

REGENSBURG „Wow, sowas Schönes und unglaublich Wertvolles“, schreibt Oliver – voller Ironie. Er ist einer von denen, die das Waller-Foto auf der Facebook-Fanseite des Regensburger Wochenblattes kommentiert haben. „Das ist großartig, dass man sowas in Deutschland als Kunst verkaufen kann“, sagt Gerd – nicht minder ist sein Kommentar voller Ironie! Chris meint: „Selbstverständlich ist das keine Kunst, klasse finde ich aber, wie es jemand schafft zu behaupten, er sei ‚Künstler‘ und 180.000 Euro Steuergeld für den Schrotthaufen einsackt!“ Harald zeigt sich in seinem Kommentar gleich radikal konsequent: „Für diese Bausünden sollte man Regensburg den Titel Weltkulturerbe entziehen!“ Auch sonst kann die Form des Wallers keine Zustimmung finden: „Schaut eher aus wia a Lurch oder a Kaulquappm“, sagt Martin. „Mei is das greislich“, sagt Anita. Oder: „Der Bunker und seine Kanone ...“, meint Peter in Anspielung auf das Museumsgebäude. Maria möchte von der Bürgermeisterin der Stadt Regensburg folgendes wissen: „Warum ist der Künstler kein Regensburger und warum muss das von unseren Steuergeldern bezahlt werden?“ Marie setzt nach: „Was Städte in dieser Zeit für sinnlose Dinge Geld rauswerfen, müsste verboten werden!“ Weitere Seitenhiebe aufs Museum gibt es auch: „Das Museum ist schon ein Schandfleck für Regensburg, jetzt das Ding noch, ned ganz so hässlich wies Museum aber a Waller is des ned wirklich“, sagt Goldi. Auch andere tun sich schwer, einen Fisch in der Skulptur zu erkennen. Klaus sieht darin gar einen „ausgestreckten Arm zum Hitlergruß“.

Fazit: Die Wochenblatt-Redaktion hat sich redlich bemüht aus den 160 Kommentaren zum Foto auch die positiven herauszufiltern. Einzig: Wir haben kaum einen gefunden! Simone sagt: „Ich finde den klasse!“ Und Hans ergänzt: „Sieht top aus und passt perfekt als Kontrapunkt zum Museum.“

Wer uns seine Meinung zum Waller kundtun will, kann dies per Mail an redaktion-r@wochenblatt.de! Wir freuen uns auf Zuschriften zum Waller!


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