28.05.2019, 14:43 Uhr

Spannende Referenten Afterworkseminar „Wissen am Abend“ an der OTH mit 100 Teilnehmern

Prof. Dr. Michael Höschl (links), Dr. Anne-Kathrin Bräu und Andreas Sauer standen den Teilnehmenden nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung. (Foto: Sandra Bauer/OTH Regensburg)Prof. Dr. Michael Höschl (links), Dr. Anne-Kathrin Bräu und Andreas Sauer standen den Teilnehmenden nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung. (Foto: Sandra Bauer/OTH Regensburg)

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr fand auch das zweite Afterworkseminar mit Motto „Wissen am Abend“ des Zentrums für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) am Freitag, 24. Mai, großen Anklang. Rund 100 Teilnehmende informierten sich zum Thema „Interne Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter“, für das Prof. Dr. Michael Höschl, Fakultät Betriebswirtschaft, Dr. Anne-Kathrin Bräu, Continental AG, und Andreas Sauer, BMW Regensburg, als Redner gewonnen werden konnten.

REGENSBURG „Das Afterworkseminar soll Ihnen die Möglichkeit geben, sich kurz, kompakt und interessant zu einem aktuellen Thema zu informieren und auszutauschen“, so Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg und Leiterin des ZWW, die die Anwesenden begrüßte. Prof. Dr. Winkler betonte, wie wichtig es sei, als Hochschule verstärkt auf spezielle Lebensumstände, besonders der nicht-traditionell Studierenden, einzugehen. Neben dem Afterworkseminar bietet das ZWW weitere Möglichkeiten der berufsbegleitenden Weiterbildung, von ein- bis zweitägigen Fachseminaren über Hochschulzertifikate bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen.

Prof. Dr. Michael Höschl gab mit seinem Beitrag einen wissenschaftlichen Einblick in das Thema Unternehmenskommunikation. „Kommunikation ist ein sensitiver Geschäftsprozess“, sagte Prof. Dr. Höschl, denn „wenn eine Botschaft mal draußen ist, dann ist sie draußen, dann gibt es kein Zurück“. Trotz des zunehmenden Kontakts über digitale Medien bleibe die Bedeutung der Face-to-Face-Kommunikation konstant hoch, wobei die Ziele der Unternehmenskommunikation sehr vielfältig seien. In erster Linie gehe es meist um den Transfer von Wissen, aber auch die Mitarbeiterbindung, Motivation und das Arbeitsklima sollen durch gute Kommunikation von Seiten des Unternehmens gefördert werden. Grundlage hierfür sei zunächst das gegenseitige Vertrauen, darin stimmten alle drei Redner überein. Wie interne Unternehmenskommunikation im Zeitalter der Digitalisierung in der Praxis aussehen kann, stellten die beiden nachfolgenden Experten in ihren Beiträgen anschaulich dar. Dr. Anne-Kathrin Bräu, Leitung Powertrain Communications, Continental AG, betonte die Wichtigkeit der integrierten Kommunikation: „In der heutigen Zeit dringen Informationen, die ich intern gebe, auch schnell nach außen“, so Dr. Bräu. Somit sei nicht mehr eindeutig zwischen interner und externer Kommunikation zu differenzieren. Entscheidend sei vielmehr, an alle Stakeholder übereinstimmende Botschaften zu senden, denn „in Zeiten von Social Media ist das, was in Land A passiert, sofort auch in Land B bekannt“, sagte Dr. Bräu.

Während die interne Kommunikation bei Continental vor allem über das Medium Intranet erfolgt, berichtete Andreas Sauer, Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Mitarbeiterkommunikation, BMW Regensburg, über die Herausforderung „von Print zu Digital“. Viele der Mitarbeiter bei BMW seien sowohl im Schichtdienst als auch in einem Takt-getriebenen Arbeitsumfeld beschäftigt und haben demnach nur wenig Zeit, um sich mittels eines Portals über aktuelle Themen des Unternehmens zu informieren. Aus diesem Grund entsteht derzeit eine App, die alle Mitarbeitenden mit wichtigen Informationen versorgen soll, auch auf privaten Endgeräten. Dies sei eine große Aufgabe, aber einer der spannendsten Jobs, so Andreas Sauer. Bei allen drei Vorträgen wurde klar, dass Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter mehr denn je von großer Bedeutung ist. „Wir leben in einer Welt, in der Veränderungen schneller, häufiger und stärker auftreten“, so Dr. Bräu. „Gute interne Kommunikation ist somit die Lebensversicherung für ein Unternehmen, das Erfolg haben will“, fasst Andreas Sauer zusammen. Nach den Vorträgen fand noch ein Get-together statt, bei dem sich die Anwesenden zu den vorangegangenen Inhalten austauschten.


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