16.01.2019, 08:58 Uhr

Summa Theologiae Fragmente von Schriften des heiligen Thomas von Aquin kommen in die Staatliche Bibliothek

Dr. Elisabeth Mader übergibt Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers die Fragmente. (Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg/ Thomas Holz)Dr. Elisabeth Mader übergibt Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers die Fragmente. (Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg/ Thomas Holz)

Thomas von Aquin (circa 1224 - 1274) zählt zu den bedeutendsten Philosophen und Theologen des Mittelalters. Die Schriften des berühmten Dominikaners entfalteten besonders in der Scholastik eine kaum zu überschätzende Wirkkraft. Nun hat die Staatliche Bibliothek Regensburg ein Fragment von einer der wichtigsten Schriften des „Doctor Angelicus“ geschenkt bekommen:

REGENSBURG ein Pergamentdoppelblatt der Summa Theologiae des Kirchenvaters aus dem 13. Jahrhundert. Dr. Elisabeth Mader (Nittendorf) hatte das Blatt vor einigen Jahren bei einer Auktion erstanden und sich jetzt entschlossen, es für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Bei einem kleinen Festakt anlässlich der Übergabe erläuterte Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers anhand von Beispielen aus dem Bestand der Bibliothek, wie man sich die Buchproduktion des Mittelalters vorzustellen habe und welche Verwendung solche Fragmente in jener Zeit hatten. Anschließend stellte Prof. Dr. Erich Garhammer den Anwesenden Leben und Bedeutung des Heiligen vor. Bis heute seien die Auswirkungen seiner Theologie zu spüren. Das Blatt wird der Fragmentensammlung der Staatlichen Bibliothek Regensburg einverleibt und steht der wissenschaftlichen Forschung somit zur Verfügung. Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers freute sich über den Bestandszuwachs für sein Haus: „Die Fragmente der Summa Theologiae des heiligen Thomas von Aquin stellen eine entscheidende Bereicherung unserer bereits zahlreiche Fragmente umfassenden Sammlung dar. Wir freuen uns sehr, dass Frau Dr. Mader uns dieses wertvolle Relikt des Mittelalters überlassen hat. Wir werden es erschließen und so der wissenschaftlichen Forschung zugänglich machen.“


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