26.07.2018, 09:08 Uhr

Ortstermin in Regensburg SPD-Fraktion im Landtag will mehr staatlichen Wohnraum für Studierende

SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher, Studentenwerks-Geschäftsführerin Gerlinde Frammelberger, Natscha Kohnen, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Volkmar Halbleib. (Foto: SPD)SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher, Studentenwerks-Geschäftsführerin Gerlinde Frammelberger, Natscha Kohnen, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Volkmar Halbleib. (Foto: SPD)

Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich für mehr Wohnheimplätze für die bayerischen Studentinnen und Studenten ein.

REGENSBURG Die Unterbringungsquote von Studierenden in geförderten Wohnplätzen muss von derzeit bayernweit 10,45 auf mindestens 15 Prozent erhöht werden. Im Jahr 2011 lag die Quote noch bei 12,2 Prozent. Die Fördergelder aus Haushaltsmitteln zur Schaffung von Wohnplätzen für Studierende muss von 47,5 Millionen Euro für das Jahr 2017 auf 68 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Studierenden in Bayern um knapp 83 Prozent gestiegen, die Zahl der Wohnheimplätze hingegen nur um 23 Prozent. 2017 sind nur 838 neue Wohnplätze für Studierende fertig gestellt worden. Das selbstgesetzte Ziel der Staatsregierung waren 1.500 Wohnplätze.

Natascha Kohnen stellte bei einem Gespräch des SPD-Fraktionsvorstands mit der Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz, Gerlinde Frammelsberger, in Regensburg deutliche Gemeinsamkeiten bei den Lösungen fest: „So sollte die staatliche Förderung für den Wohnheimplatzbau an die steigenden Baukosten angepasst werden. Außerdem brauchen die Studentenwerke dringend Grundstücke für den Bau. Der Freistaat muss seine Flächen dafür kostengünstig zur Verfügung stellen. Schließlich entlastet der Wohnheimbau auch den allgemeinen Mietmarkt in Hochschulstädten.“

Auch die Vorschrift, wonach für jeweils zwei Wohnheimplätze ein Parkplatz mitgebaut werden muss, belastet die Studentenwerke finanziell erheblich. Dabei seien Autobesitzer unter den Wohnheimbewohnern eher Ausnahmen. Hier werde Geld und Platz verschwendet für Parkplätze, die kaum jemand brauche, beklagte das Studentenwerk.


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