29.05.2018, 17:54 Uhr

Projekt des Treffpunkts Ehrenamt Die „kleinen Entdecker“ im Landkreis Cham suchen zur Unterstützung große Entdecker

Die ehrenamtlichen Dozenten sind mit dem gleichen Eifer bei der Sache, wie die „Kleinen Entdecker“ selbst. (Foto: LRA Cham)Die ehrenamtlichen Dozenten sind mit dem gleichen Eifer bei der Sache, wie die „Kleinen Entdecker“ selbst. (Foto: LRA Cham)

„Kleine Entdecker – ganz groß!“ ist ein Projekt des Treffpunkts Ehrenamt und zum absoluten Renner geworden. Seit Anfang 2014 wird es sehr erfolgreich in fast 40 Kindergärten im Landkreis Cham umgesetzt.

LANDKREIS CHAM Seit 2016 geht der Treffpunkt Ehrenamt als einziger Standort in Bayern damit auch in die Grundschulen. Seit diesem Schuljahr machen 22 Grundschulen mit und für das kommende Schuljahr haben weitere Schulen ihr Interesse bekundet. Dass das Projekt so ankommt, haben die Verantwortlichen gehofft. Doch die Erwartungen wurden weit übertroffen und alle Nachfragen zu erfüllen ist längst zur Mammutaufgabe geworden. Deswegen sucht der Treffpunkt Ehrenamt weitere Freiwillige, die bei den „kleinen Entdeckern“ mitmachen. Einen beruflichen oder gar akademischen Hintergrund müssen die Freiwilligen dafür nicht haben, denn die interessierten Helfer werden in qualifizierten Workshops auf die Arbeit mit den Kindern vorbereitet. Lehrmaterial, Bücher und Skripten werden zur Verfügung gestellt, regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch werden angeboten und dienen der Weiterentwicklung.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Ein oder mehrere Freiwillige gehen regelmäßig in „ihren“ Kindergarten oder Schulen und führen dort in Kleingruppen etwa eine Dreiviertelstunde lang spannende kleine Experimente mit den Kindern durch. In manchen Einrichtungen wird lieber an mehreren Tagen hintereinander im Rahmen von Projektwochen experimentiert.

Das Besondere bei den kleinen Entdeckern: Es wird nicht vorgeführt, sondern die Kinder (Kleingruppe) dürfen soweit als möglich selber mittun, die Feder vor (nicht in!!) die Kerze halten, um die Regenbogenfarben zu sehen, sie dürfen den Löffel festhalten, auf dem das Wasser verdampft, bis die Kristalle erscheinen, wie der Stromkreislauf funktioniert oder wie man einen Hebel richtig ansetzt…. Nahezu alle Versuche sind mit haushaltsüblichen Mitteln durchführbar, mit Essig und Backpulver, Filterpapier und Teelicht.

Die Kinder sollen selber sehen, fragen und erkennen, nicht mit Erklärungen überschüttet werden, es wird nicht „unterrichtet“, sondern Spaß und Interesse an der Sache geweckt. Kinder schon früh für naturwissenschaftliche Fragen zu begeistern – dies ist das Ziel des Projekts.

Gabi Aschenbrenner ist die ehrenamtliche Projektkoordinatorin für „Kleine Entdecker“ im Treffpunkt Ehrenamt. Sie zieht nach vier Jahren eine durchweg positive Zwischenbilanz: „Es ist sehr schön zu sehen, wie die Kinder und die Freiwilligen zusammen Neues im Alltäglichen entdecken. Unsere Freiwilligen sind mit sehr viel Engagement und großer Freude dabei und erzählen begeistert von ihren Erlebnissen mit ‚ihren‘ jungen Forschern. Von den Freiwilligen erwarten wir nur etwas Freude im Umfang mit Kindern und natürlich die Geduld, wenn einem Löcher in den Bauch gefragt werden. Eine spezielle Vorbildung ist nicht notwendig. Bei uns sind pensionierte Ingenieure genauso im Einsatz wie Hausfrauen.“

Schul- und Kindergartenleitungen freuen sich und loben den pädagogischen Ansatz des Projekts. Die „großen Entdecker“ gewähren den „kleinen Entdeckern“ einen experimentellen Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Themen, der ihrem Forscherdrang und ihrer Welt entspricht. Es weckt bei ihnen die Neugierde und erweitert spielerisch ihr Wissen.

Alle Interessierten im Landkreis Cham sind herzlich aufgerufen, sich bei Karlheinz Sölch und Karin Zollner im Treffpunkt Ehrenamt unter der Telefonnummer 09971/ 78-285 oder per Mail an karlheinz.soelch@lra.landkreis-cham zu melden. Sie geben gerne Auskunft über das Projekt und die Einsatzmöglichkeiten.


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