11.04.2018, 17:47 Uhr

Starke Ausbildung, starker Standort IHK-Prüfungsbeste aus dem Raum Passau geehrt

Herzliche Glückwünsche für die Einser-Auszubildenden gab es unter anderem von IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner, stellvertretenden Landrat Raimund Kneidinger, Oberbürgermeister Jürgen Dupper und IHK-Präsident Thomas Leebmann (mitte von links). (Foto: IHK)Herzliche Glückwünsche für die Einser-Auszubildenden gab es unter anderem von IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner, stellvertretenden Landrat Raimund Kneidinger, Oberbürgermeister Jürgen Dupper und IHK-Präsident Thomas Leebmann (mitte von links). (Foto: IHK)

„Eine der Grundlagen des Erfolgs der niederbayerischen Wirtschaft sind ihre Fachkräfte“, betonte IHK-Präsident Thomas Leebmann anlässlich der Auszeichnung der Auszubildenden, die bei den IHK-Abschlussprüfungen im Winter 2017/18 die Gesamtnote „sehr gut“ erreicht hatten.

PASSAU Am vergangenen Dienstag bekamen 31 dieser Prüfungsbesten aus Stadt und Landkreis Passau ihre Urkunde als „Leistungselite“ überreicht. Ihr Ergebnis sei umso bemerkenswerter, weil es in ganz Niederbayern nur 154 Auszubildende von über 1.800 angetretenen Prüflingen – und damit nur etwa 8,5 Prozent – geschafft haben, ihren Berufseinstieg mit Ausdauer, Energie und der richtigen Portion Ehrgeiz mit der „Eins“ zu krönen, sagte Leebmann. „Dafür haben Sie meine größte Anerkennung und meinen Respekt.“

Neben dem persönlichen Fleiß zählten auch weitere Faktoren. Ein bestens funktionierendes Ausbildungssystem, um das Deutschland von der ganzen Welt beneidet werde, lebe von der Praxis in den Unternehmen, von anspornenden Familien, von engagierten Lehrkräften in den Berufsschulen und ebenso von rund 2.400 ehrenamtlichen Prüfern allein im Bereich der Ausbildung bei der IHK Niederbayern. Insgesamt lohne sich das, „für Sie ganz persönlich, für das ausbildende Unternehmen und nicht zuletzt für die gesamte Gesellschaft“, meinte der IHK-Präsident.

Deshalb sei es gute Tradition, dass die Auszeichnung in feierlichem Rahmen ein Augenmerk auf die jungen Spitzenkräfte in den Betrieben lenke. Daneben merkte Leebmann an, dass es noch mehr ein Umdenken weg vom Studium als alleine glücklich machenden Bildungsweg brauche, denn 2017 seien mit 4.580 jungen Menschen 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr in eine Ausbildung bei Industrie, Handel, Dienstleistungen und Tourismus gestartet.

Für Stadt und Landkreis Passau sieht der Trend mit 1.095 neuen Auszubildenden im Jahr 2017 zu 1.107 im Vorjahr ähnlich aus. Das verstärke auf lange Sicht den Fachkräftemangel in einem Bereich, der dank vieler Weiterbildungsmöglichkeiten beste Chancen biete. „Ihnen stehen viele Türen offen“, versprach er den „Einsern“. Aber auch insgesamt gelte: „Eine starke Berufsbildung sorgt für einen starken Standort.“

Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper meinte zu den Einser-Absolventen: „Es ist ein ganz gutes Gefühl, es geschafft zu haben. Was will man mehr!“ Er nannte die jungen Fachkräfte eine Stütze der Gesellschaft. „Sie sind aller Rede wert.“ Stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger nannte die Kombination aus wirtschaftlicher Spitzenregion und besten Abschlüssen eine echte Gewinnersituation.

Die geehrten Auszubildenden hätten sich Ziele gesetzt und damit zugleich den Fuß auf die Erfolgsleiter: „Was Sie auch vorhaben, Leistung lohnt sich immer.“ Als Vertreter der Berufsschulen sprach Eduard Weidenbeck davon, dass die Digitalisierung ungeahnte Herausforderungen erbringen werde. Die Tendenz zur Höherqualifizierung werde entscheidend für die berufliche Zukunft. Sein Tipp: „Lernen Sie das, was Roboter nicht können.“

Vor der Überreichung der Urkunden und Ehrenpreise in den Räumen der IHK in Passau bekräftigte IHK-Präsident Thomas Leebmann nochmals als Würdigung für Fleiß und Können: „Mit Ihrer sehr gut abgeschlossenen Ausbildung haben Sie die höchstmögliche Rendite erzielt.“


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