29.10.2017, 10:41 Uhr

Bester Absolvent der OTH Regensburg Kulturpreis Bayern für Philipp Rieger aus Vilshofen

Der Vilshofener Philipp Rieger (rechts) erhält für seine Masterarbeit den Kulturpreis Bayern 2017. Den Preis überreichte Matthias Keller-May vom Bayerischen Rundfunk (links). (Foto:Manuela Steinemann/Bayernwerk AG)Der Vilshofener Philipp Rieger (rechts) erhält für seine Masterarbeit den Kulturpreis Bayern 2017. Den Preis überreichte Matthias Keller-May vom Bayerischen Rundfunk (links). (Foto:Manuela Steinemann/Bayernwerk AG)

Der Vilshofener Informatiker Philipp Rieger ist diese Woche im unterfränkischen Veitshöchheim mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden.

VILSHOFEN Rieger erhält die Auszeichnung als bester Absolvent der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg für seine Masterarbeit zur Sicherheitsanalyse von Android-Anwendungen. Der Preis ist mit 2.000 Euro und einer Bronzestatue, dem „Gedankenblitz“, dotiert.

Die Bayernwerk AG und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben die traditionsreiche Auszeichnung in diesem Jahr an 38 Künstler und Wissenschaftler aus allen Teilen Bayerns verliehen.

Philipp Rieger hat seine ausgezeichnete Masterarbeit bei Continental Intelligent Transporting Systems im kalifornischen Santa Clara geschrieben.

„Das Ziel meiner Arbeit war, bestehende Frameworks für die Sicherheitsanalyse von AndroidApplikationen im Hinblick auf ihre Testabdeckung zu evaluieren und durch eigene Implementierungen zu erweitern“, erklärt Rieger seinen Forschungsansatz.

Android ist das mobile Google-Betriebssystem. Neues Tool gegen Schad-Code entwickelt Außerdem hat Philipp Rieger im Rahmen seiner Masterarbeit auch zum Thema „Runtime Injection“ von Android-Apps geforscht.

Dabei wird von Dritten entwickelter (Schad-)Code, teils unbemerkt, in fremde Anwendungen eingespeist, um das Verhalten einer App während ihrer Ausführung zu manipulieren. Rieger hat dazu sogar ein neues Runtime-Injection-Tool entwickelt, das es zu diesem Zeitpunkt mit der verwendeten Technologie noch nicht auf dem Markt gab.

Neben Philipp Rieger und 31 weiteren Absolventen und Doktoranden der bayerischen Hochschulen haben fünf Künstler den diesjährigen Kulturpreis Bayern erhalten: der Kabarettist und Liedermacher Georg Ringsgwandl, der Schauspieler Michael von Au, die Geigerin Veronika Eberle, der Bildhauer Toni Scheubeck und der Jazzpianist Michael Wollny. Zudem wurde der Industriedesigner Konstantin Grcic von Bayerns Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit einem Sonderpreis geehrt.

In einer Reihe mit Jonas und Polt

Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat.

Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

Die traditionsreiche Auszeichnung geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals 1959 verliehen wurde. Seither ist rund um den Kulturpreis ein Netzwerk herausragender Kunst- und Kulturschaffender sowie Forschender und Lehrender entstanden.

Gemeinsam mit dem bayerischen Kunstministerium verleiht das Bayernwerk seit 2005 den Preis für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Bruno Jonas, Gerhard Polt, Sigi Zimmerschied, Frank-Markus Barwasser, Dieter Dorn und Franz Xaver Bogner.


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