14.01.2019, 10:03 Uhr

Ausgezeichnete Abschlussarbeit Rotary Club Deggendorf ehrt Studierende für hervorragende Forschungsarbeit

Marion Loibl (l.) und Bettina Grashuber (r.). (Foto: Rotary Club Deggendorf)Marion Loibl (l.) und Bettina Grashuber (r.). (Foto: Rotary Club Deggendorf)

Der Rotary Club Deggendorf zeichnet jährlich besonders herausragende Abschlussarbeiten aus. Für 2018 ging der mit 1000 Euro dotierte Hochschulpreis an Bettina Grashuber und Marion Loibl, die das Erleben von Suiziden an Berufsfachschulen für Pflegekräfte wissenschaftlich untersucht haben.

DEGGENDORF Alle 40 Sekunden findet weltweit ein Suizid statt, in Deutschland etwa alle 53 Minuten. Während ihres berufsbegleitenden Studiums der Pflegepädagogik an der TH Deggendorf haben sich Bettina Grashuber und Marion Loibl mit der komplexen Thematik des Suizids beschäftigt. Die Studierenden gingen im Rahmen ihrer Bachelorarbeit der Frage nach, wie Lehrende und Mitschüler an Berufsfachschulen für Pflege suizidales Verhalten von Schülern erleben. Für ihre hervorragende Abschlussarbeit erhielten sie den Förderpreis des Rotary Clubs Deggendorf, der mit 1000 Euro dotiert ist.

„Mit unserem Förderpreis wollen wir den wissenschaftlichen Nachwuchs in unserer Region stärken“, sagt Dr. Axel Menzebach, Präsident 2018/19 des Rotary Clubs Deggendorf. Mittlerweile wurde der Preis zum 4. Mal verliehen.

Ein Suizid hinterlässt auch bei Mitarbeitern in Pflegeberufen, von denen eigentlich ein professioneller Umgang mit einer solchen Handlung erwartet wird, tiefe Spuren, so ein Ergebnis von Bettina Grashuber und Marion Loibl. Das Forscher-Duo stellte weiter fest, dass die Enttabuisierung im Sinne der Suizidprävention besonders wichtig sei. Auch die Aufarbeitung für die gesamte Schulgemeinschaft gehöre dazu, ebenso die Entwicklung zielgruppenspezifischer Präventions- und Interventionsprogramme.

Die Betreuung der Bachelorarbeit übernahm Prof. Dr. Christian Rester. Aus seiner Sicht schafften es die Absolventinnen, mit ihrer Arbeit ein Stück Grundlagenforschung für die Gesundheitsberufe zu erarbeiten. Zudem zeichneten sie sich dadurch aus, ihre praktischen Erfahrungen als Krankenpflegerinnen mit den theoretischen Grundlagen aus dem Studium zu kombinieren. „Wir wünschen den beiden Preisträgerinnen für ihren beruflichen Werdegang weiterhin nur das Beste“, so Menzebach weiter. „Mit ihrer beeindruckenden Abschlussarbeit haben sie dafür den Grundstein gelegt.“


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