29.06.2018, 10:19 Uhr

Arbeitsmarktbericht Die Arbeitslosenquote verbessert sich

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Der Überhang gemeldeter unbesetzter Berufsausbildungsstellen zur Anzahl noch unversorgt gemeldeter Bewerber seit laut Arbeitsagentur erheblich.

DEGGENDORF Die Situation am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Deggendorf zeigt auch im Berichtsmonat Juni weitere Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. So ist der Bestand der arbeitslos gemeldeten Männer (2.638) und Frauen (2.169) im Vorjahresvergleich um 216 (minus 4,3 Prozent) auf insgesamt 4.807 zurückgegangen. „Die günstige konjunkturelle Entwicklung mit anhaltend hoher Beschäftigung sowie deutlich noch zunehmender Nachfrage nach Arbeitskräften, zeigt sich besonders ausgeprägt in den Regionen Straubing-Bogen und im Landkreis Regen“, berichtet Peter Weindl, Vorsitzender der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Deggendorf.

Die Arbeitslosenquote beträgt im Agenturbezirk Deggendorf im Juni 2,4 Prozent. Sie hat sich damit im Vergleich zum Vorjahresmonat nochmals um 0,2 Prozentpunkte verbessert.

Mit der erreichten Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent liegt der Landkreis Straubing-Bogen sensationell wieder unter der 2-Prozent-Grenze. Auch die gute Entwicklung im Landkreis Regen führt zum Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Weiter verbessert hat sich auch die Situation im Bereich der Stadt Straubing. Hier fällt die regionale Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr und verringert sich im Juni auf 4,0 Prozent. Im Landkreis Deggendorf bleibt der Vorjahreswert bei 2,3 Prozent. „Alle Regionen profitieren von der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat am Vergleichsstichtag 31.12. um 3.140 (plus 2,5 Prozent) zugenommen und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich gestiegen und befindet sich auf sehr hohem Niveau“, erläutert Peter Weindl, die aktuellen Ergebnisse.

„Stellt man die Zahl der Personen (564), die sich nach Beendigung einer Erwerbstätigkeit im Juni arbeitslos meldeten, den Abgängen in eine Erwerbstätigkeit (556) gegenüber, zeigt dies, dass die Dynamik des aktuellen Arbeitsmarktes für einen Juni außergewöhnlich ist“, erläutert Jan Vollmer, Geschäftsführer operativ. Die Integration von langzeitarbeitslos gemeldeten Männern und Frauen steht bei der Agentur für Arbeit Deggendorf und den Jobcentern im Agenturbezirk im besonderen Fokus. So ist es auch erfreulich berichten zu können, dass der Bestand der Langzeitarbeitslosigkeit (1.056) im Vergleich zum Juni 2017 im aktuellen Berichtsmonat um 136 Männer und Frauen (minus 11,4 Prozent) niedriger ausfällt. Das Angebot an gemeldeten offenen Stellen hat sich im Juni um 984 auf den Bestand von 3.647 erhöht. Die Zunahme zum Vorjahresmonat beträgt 21 Prozent. Allein im Berichtszeitraum Juni wurden dem Arbeitgeberservice 984 neue Stellen zur Vermittlung gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden 6.157 Stellenangebote registriert.

Zunehmend schwierig gestaltet sich die Besetzung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen. Derzeit stehen von ursprünglich insgesamt 3.119 gemeldeten Berufsausbildungsstellen noch 1.325 zur Verfügung. Rein rechnerisch stehen diesem großen Angebot nur mehr 291 Bewerber gegenüber, die keine Zusage haben bzw. noch unentschieden sind. Seit Beginn des Beratungsjahres waren bei der Agentur für Arbeit Deggendorf 1.749 Bewerber und Bewerberinnen vorgemerkt. Im Oktober betrug das Verhältnis der gemeldeten Stellen zu den gemeldeten Bewerbern 1,8. Die Relation der unbesetzten Stellen zu den unversorgten Bewerbern beträgt derzeit 4,6. „Für viele Berufe werden noch Nachwuchskräfte gesucht und das nahezu in allen Regionen des Agenturbezirkes. Vielfältig ist das Dienstleistungsangebot der Berufsberatung. Unsere Kolleginnen und Kollegen helfen und unterstützen Jugendliche beim Einstieg bzw. im Verlauf einer Berufsausbildung bis hin zum erfolgreichen Abschluss“, ermuntert Geschäftsführer Jan Vollmer, junge Leute sich mit der Berufsberatung in Verbindung zu setzten und mehr zu den möglichen individuellen Hilfen zu erfahren. Ausbildungsverantwortliche der Unternehmen erhalten nähere Informationen zu begleitenden Hilfen über den zuständigen Arbeitgeberservice. Vorabinformationen stehen unter www.arbeitsagentur.de zur Verfügung.


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