16.04.2018, 10:19 Uhr

Unkraut und heilsame Wildpflanze Kleine Pflanzenkunde „Der Giersch“

(Foto: Freilichtmuseum Finsterau)(Foto: Freilichtmuseum Finsterau)

Lästiges Unkraut und heilsame Wildpflanze – das sind die zwei Seiten des Giersch. Ursprünglich eine Waldpflanze, hat sich die Staude mit den kümmelähnlichen Blütendolden auch in Gärten ausgebreitet. Dort wird der Giersch meist als hartnäckiges Unkraut bekämpft. Dabei wäre er auch eine kostenlose Gemüsepflanze, die man im Mittelalter eigens angebaut hat. Gegen Gicht und Rheuma wurde sie eingesetzt, weshalb sie im Volksmund auch Zipperleinskraut heißt.

FINSTERAU Ein Pflanzenkurs am 26. Mai im Freilichtmuseum vermittelt, wie man den Giersch erkennt, welche Inhaltsstoffe er besitzt und wie er schmackhaft zubereitet werden kann. Dies vor allem im Frühjahr aus den frisch ausgetriebenen Blättern. Die Kräuterpädagogin Marita Sammer wird mit den Kursteilnehmern ein dreigängiges Menü zubereiten. Zum Auftakt gibt es eine feine Giersch-Paprika-Suppe. Beim Hauptgericht gesellt sich der Giersch im Kräuterdip und im Frühlingssalat zu gefüllten Auberginen im Sesammantel. Und als Gundel-Giersch-Creme lässt er sich sogar in eine Nachspeise verwandeln.

Passend zum Fortschritt der Vegetation bietet das Museum einen weiteren Kurs unter dem Motto „Kleine Pflanzenkunde“ an. Am 16. Juni geht es um den Sauerampfer.

Kursleitung: Marita Sammer, Kräuterpädagogin und staatl. geprüfte Diätköchin

Mitzubringen: Schürze und Geschirrtuch

Unkostenbeitrag: 26,- € inkl. Material und Museumseintritt

Anmeldung bis 24. Mai unter: 08557/96060


0 Kommentare