27.12.2017, 17:38 Uhr

TH Deggendorf Technologiecampus zum Thema „Industrielle Sensorik für Industrie 4.0“ ensteht in Teisnach

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Bayerwaldgemeinde Teisnach bekommt den Zuschlag für den neuen Technologiecampus der Technischen Hochschule Deggendorf zum Thema „Industrielle Sensorik für Industrie 4.0“.

TEISNACH Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat am Mittwoch, 27. Dezember, dem Bayerischen Rundfunk (Korrespondentenbüro Bayerwald) bestätigt, dass Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) die offizielle Zusage dafür gegeben hat. Spaenle hatte Staatsminister Helmut Brunner (CSU) die Zusage in einem Brief mitgeteilt und darin betont, dass der Standort Teisnach sehr gut für den neuen Campus geeignet ist. Der Technologiecampus sei dort mit der örtlichen Wirtschaft abgestimmt und durch den in unmittelbarer Nachbarschaft bereits bestehenden Technologiecampus seien außerdem „Synergieeffekte nutzbar“. Die Umsetzung, so Spanele, könne mit der Verabschiedung des Nachtragshaushalts 2018 durch die Technische Hochschule Deggendorf beginnen. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle des Ministeriums weiter, die Details zum Bau des Campus und die genauen Finanzen würden erst noch abgestimmt.

Der Technologiecampus zum Thema „Industrielle Sensorik“ sollte eigentlich in der Bayerwaldstadt Viechtach entstehen. Eine entsprechende Zusage hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Frühjahr bei einem Besuch in Viechtach gemacht. Doch Viechtach zögerte, vor allem wegen der nötigen Eigeninvestitionen, die die Stadt für die Campusimmobilie leisten sollte. Ende November stimmte die Stadtratsmehrheit dann endgültig gegen den Campus. Mehrere andere Orte im Bayerischen Wald bewarben sich, um für Viechtach in die Bresche zu springen. Die Gemeinde Teisnach war bald in der engeren Auswahl. Dort war 2009 der erste Campus, also die erste Außenstelle der Technischen Hocschule Deggendorf, zum Thema Optik entstanden. Er läuft seitdem erfolgreich und ist vor allem mit Forschung-und Entwicklungsarbeiten für die Industrie beschäftigt.

In Ostbayern hat die Hochschule insgesamt sechs solche Außenstellen, vier weitere sind geplant. Dazu gehört auch Teisnach.


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