Urteil ist gefallen
Nigerianer landet wegen „Ticket-Geschäften“ für zweieinhalb Jahre hinter Gitter

22.01.2020 | Stand 04.08.2023, 3:10 Uhr
−Foto: n/a

Ein 49-jähriger Mann wurde am Montag (20. Januar) vom Amtsgericht Laufen wegen Betrügereien in über 100 Fällen zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Dem nigerianischen Staatsangehörigen, der zuletzt im Landkreis Berchtesgadener Land gewohnt hat, sind Ermittler der Bundespolizei in Rosenheim auf die Schliche gekommen.

LAUFEN/ROSENHEIM Dem Nigerianer wurde insbesondere vorgeworfen, mit dem Verkauf von Bahnfahrkarten illegale Geschäfte gemacht zu haben. Den Ermittlungsergebnissen der Bundespolizei zufolge war es ihm gelungen mit den Daten widerrechtlich erlangter Kreditkarten Online-Tickets der Bahn zu veräußern oder gebuchte Fahrten zu stornieren. Die jeweiligen Erlöse transferierte er mithilfe falscher Personalien aus einem gefälschten britischen Pass auf ein ausländisches Konto. In über hundert Betrugsfällen entstand so ein Schaden von rund 10.000 Euro.

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung Ende Juli 2019 stießen die Bundespolizisten auf Datenträger, mit deren Hilfe das kriminelle Vorgehen nachvollzogen werden konnte. Der Mann wurde bereits im vergangenen Jahr auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein in Untersuchungshaft genommen. Das Laufener Amtsgericht betrachtete es als erwiesen, dass die „Ticket-Geschäfte“ des Angeklagten eine Betrugsmasche darstellen und verurteilte ihn zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe, die ohne Bewährung verhängt wurde.

Berchtesgadener Land