28.10.2011, 10:29 Uhr

Keine neue Zuspielerin, aber dennoch frisches Blut für die Zweitliga-Truppe FTSV-Coach Mathias Eichinger macht Druck: "Wir wollen unter die Top 3"

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Volleyball-Zweitligist FTSV Straubing schielt nach oben – junge Spielerinnen aus der 2. Mannschaft sollen jetzt zur "Ersten" stoßen

STRAUBING Dass sich Mathias Eichinger nicht mit Mittelmaß begnügen mag, ist vermutlich seiner bisherigen Trainerkarriere geschuldet. Der 56-jährige Volleyball-Lehrer war schließlich bereits Deutscher Meister, Pokalsieger und deutscher Nationalcoach. Erfolg verpflichtet – sein Engagement bei den Zweitliga-Damen des FTSV Straubing soll da keine Ausnahme machen. Am Wochenende hat Eichinger endgültig Schluss gemacht mit der dezenten Zurückhaltung und erstmals ganz offensiv neue, ambitionierte Saisonziele formuliert. „Ich will unter die Top 3“, so Eichinger zum Wochenblatt. 

Die Abkehr von der Bescheidenheit mutet deshalb überraschend an, weil der Aufsteiger FTSV Straubing nach fünf Partien in der 2. Liga Süd mit nur zwei Siegen und drei Niederlagen eine negative Bilanz aufweist. Nach dem 1:3 (20:25, 27:25, 22:25, 22:25) am vergangenen Sonntag in eigener Halle gegen das SWE Volley-Team aus Erfurt steht der FTSV nur auf Rang 9 im 13er-Feld. Offenbar kein Widerspruch für Eichinger, der trotz der ärgerlichen, weil vermeidbaren Pleite mit seiner forschen Aussage den Druck auf seine Truppe deutlich erhöht. 

Neue Spielerinnen sollen die Variationsmöglichkeiten des Übungsleiters erhöhen und den internen Konkurrenzkampf verschärfen. Dabei greift Eichinger auf den eigenen Talentpool zurück. Albnora Ismaili und Mira Heimrich aus der zweiten Mannschaft des FTSV sollen in die „Erste“ aufrücken und Alternativen auf der Schnellangreifer-Position darstellen. „Die haben das Zeug da mitzuspielen“, ist Eichinger sicher. 

Weitere Neuzugänge sind derzeit nicht geplant. Zuletzt war die Verpflichtung einer weiteren Zuspielerin im Gespräch. Nach Wochenblatt-Informationen soll es sich dabei um Julia Bothur (zuletzt Rote Raben Vilsbiburg II) handeln. Jedoch hat sich die 19-Jährige kürzlich bei einem Reitunfall verletzt, weshalb der FTSV wohl von einer Verpflichtung Abstand nimmt.

Ohnehin glaubt Eichinger in seiner Mannschaft genug Potenzial ausgemacht zu haben, um in der Ligaspitze mitmischen zu können. Dazu behauptet der 56-Jährige: „Wir haben noch Reserven.“ Diese sollen nun in der Trainingsarbeit herausgekitzelt werden. Besonderes Augenmerk dürfte auf der bisweilen schlampigen Annahme liegen, die ein wesentlicher Grund für die Niederlage gegen Erfurt war.

Um die Fehler abzustellen, hat Eichinger nun eine zusätzliche Woche Zeit, schließlich müssen die FTSV-Damen erst wieder am 5. November (beim VC Offenburg) in der Liga ran. 


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