21.08.2015, 11:22 Uhr

Palästinenser außer Rand und Band Stewardess verletzt und dann um Asyl gebeten

Hallo München Foto: Bundespolizeiinspektion Flughafen MünchenHallo München Foto: Bundespolizeiinspektion Flughafen München

Er floh regelrecht aus dem Flugzeug, verletzte dabei eine Stewardess und konnte erst von Bundesbeamten gebremst werden. Am Donnerstag wurde ein Palästinenser bei dem Versuch festgenommen, sich der grenzpolizeilichen Kontrolle zu entziehen. Auf der Wache bat er um Asyl.

FLUGHAFEN Der 20-Jährige hatte ursprünglich einen Flug von Casablanca über München nach Moskau gebucht. Im Erdinger Moos angekommen, hätte der Palästinenser im Flugzeug sitzen bleiben müssen, da er ja auf derselben Maschine bis nach Moskau gebucht war. Als er aber den Flieger verlassen wollte, wies ihn eine Flugbegleiterin höflich darauf hin, dass er noch nicht am Ziel sei und doch bitte sitzen bleiben solle.

Dies quittierte der Passagier mit einem heftigen Stoß, so dass die Dame erst zur Seite fiel und später sogar einen Arzt aufsuchen musste. Kaum war der Weg frei, nahm der Einreisewillige die Beine in die Hand und machte sich davon. An der Einreisekontrollbox der Bundespolizei angekommen, ließ er sich aber auch hier nicht aufhalten.

Also nahm ein Bundespolizist die Verfolgung auf. Der Beamte konnte den Läufer nach wenigen Metern zwar stellen, zur Ruhe aber kam der Mann aus dem nahen Osten auch hier nicht. Der Beamte musste den Angehaltenen unter heftigstem Widerstand festnehmen und mit Handschellen fesseln. Hierbei verletzte sich auch der Polizist leicht an der Hand.

Nachdem der Mann jetzt zumindest soweit beruhigt war, ging es zur Wache der Bundespolizei. Dort bat der junge Mann dann um Asyl, weshalb die Bundespolizisten ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auch ans Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiterleiteten.

Zuvor musste er sich aber noch einer Strafanzeige wegen Körperverletzung, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts stellen und 600 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen. Die dortigen Beamten werden die weiteren Entscheidungen und Maßnahmen in Bezug auf seinen zukünftigen Reiseweg treffen.


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