19.11.2020, 12:40 Uhr

Öffentliche Sitzung Der Zweckverband Abfallwirtschaft zieht Bilanz – höheres Müllaufkommen im Jahr 2020

Die Papiersammlung des ZAW-SR erzielte 2019 deutliche Erlöse zum Nutzen aller Gebührenzahler. Foto: ZAW-SRDie Papiersammlung des ZAW-SR erzielte 2019 deutliche Erlöse zum Nutzen aller Gebührenzahler. Foto: ZAW-SR

Wie fiel das Geschäftsjahr 2019 beim Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) aus? Diese Frage war das wesentliche Thema der öffentlichen Sitzung des Zweckverbandes.

Straubing. „Grundsätzlich zeigt sich unsere Bilanz etwas besser als erwartet“, so Anton Pirkl, Geschäftsleiter des ZAW-SR. Das kalkulierte Defizit von 1,3 Millionen Euro konnte um knapp 500.000 Euro gesenkt werden. Einen wesentlichen Beitrag hierzu lieferte das gesammelte Altpapier. Für diesen Wertstoff erzielte der ZAW-SR höhere Erlöse als die ursprüngliche Marktlage versprach. Mit einer Bilanzsumme von 33,2 Millionen Euro konnte das Geschäftsjahr durch die Rechnungsprüfer uneingeschränkt frei gegeben werden.

Der Abfallsektor spiegelt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage wider. Daher stellt sich im laufenden Jahr vor allem auch die Frage, ob sich die coronabedingte Krise auf die Entsorgungssituation auswirkt. „Noch ist es zu früh, um endgültige Aussagen zu treffen“, so Anton Pirkl. Fest steht aber, dass die Restmüllmengen bisher um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Auch Bauschutt und Schrott fielen vermehrt an. „Das deutet auf eine verstärkte Renovierungstätigkeit hin“, vermutet der Geschäftsleiter. Verstärkte Internetbestellungen und der Anstieg bei Take-Away-Produkten dürften auch einen Mehrverbrauch an Verpackungen verursachen. Umso wertvoller sind Bestrebungen einzelner Anbieter, auf Mehrwegsysteme zu setzen.

Tendentiell zeichnet sich in der allgemeinen kommunalen Abfallentsorgung eine eher angespannte Lage ab. Während die Erlöse aus dem Verkauf von Wertstoffen sinken, treiben steigende Müllmengen die Entsorgungskosten in die Höhe. Vor allem die Überlegungen, die Abfallverbrennung in den Emissionshandel mit einzubeziehen, würde die Verbraucher empfindlich treffen. Hier hoffen die Verantwortlichen, durch die Fürsprache der politischen Mandatsträger aus der Region eine positive Entscheidung erwirken zu können.


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