28.02.2020, 08:23 Uhr

Aktionstag in der Stadtbibliothek „Weniger Plastik – mehr Umweltschutz“

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Plastiksparend und umweltfreundlich leben, ohne auf viele liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten – geht das überhaupt? Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sein Leben nachhaltiger zu gestalten aber noch nicht genau weiß, wie er das am besten schaffen kann, ist am Dienstag, 24. März, in der Stadtbibliothek an der richtigen Adresse.

Straubing. Im Rahmen des Co.Libri Literaturfestivals findet dort ein Aktionstag rund ums Thema „Plastikvermeidung und Umweltschutz“ statt. An verschiedenen Stationen können die Besucher Workshops besuchen oder sich bei einer Ausstellung zu den wichtigsten Verbraucherfragen rund um Nachhaltigkeit, Konsum und Entsorgung informieren.

Von 13.30 bis 15.30 Uhr und 16 bis 18 Uhr zeigen C.A.R.M.E.N. e.V. und das Green Office des TUM Campus Straubing, wie man Haushalts- und Kosmetikmittel ganz einfach selbst machen kann. Ob Bienenwachstücher, Lippenpflege, Flüssigwaschmittel, Allzweckreiniger, Klarspüler oder Sprühdeo – alle Produkte, die beim Workshop „DIY! – Nachhaltige Haushaltsprodukte selbst herstellen“ entstehen, sind nicht nur umweltfreundlich und unverpackt, sondern auch noch günstig, und die Verbraucher wissen jederzeit, welche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Für die Workshops ist eine Anmeldung unter stadtbibliothek@straubing.de oder Tel. 09421/9919-30 nötig, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Teilnehmer werden außerdem gebeten, selbst Gläser, Flaschen und weitere Behältnisse mit Schraubverschluss mitzubringen, um die hergestellten Produkte abzufüllen.

Irrtum oder Wahrheit? Wer gerne mehr zum Thema Mülltrennung wissen möchte, ist im 1. Stock des Salzstadels genau richtig. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) klärt dort zu den häufigsten Verbraucherzweifeln auf: „Ist Bioplastik kompostierbar? Macht Mülltrennen Sinn oder wird eh alles zusammen geworfen? Ist Plastik nicht gleich Plastik?“ Unter dem Aspekt der Abfallvermeidung im Kleinen lädt der ZAW-SR außerdem zu einer offenen Papierwerkstatt von 15 bis 17 Uhr ein. Barbara Zwerger leitet Interessierte jeden Alters zur Gestaltung einfacher Ideen aus Altpapier an. Gezeigt werden Anzuchttöpfchen aus Zeitungspapier, verschiedene Geschenkverpackungen, Heftumschläge und andere kreative Möglichkeiten. Für diesen Workshop ist keine Anmeldung nötig, die Teilnahme ist kostenlos.

Direkt nebenan bietet das Forschungsprojekt VerPlaPoS ganztägig eine spannende Umfrage an. Besucher können interessante Fragestellungen aus dem täglichen Leben eines jeden Konsumenten zunächst für sich selbst beantworten und dann nachsehen, wie sich andere Teilnehmer entschieden haben. Was sollte man beim Einkauf im Supermarkt wählen –regionale Produkte, die in Plastik verpackt sind, oder Lebensmittel aus dem Ausland, die unverpackt angeboten werden? Und was ist eigentlich besser für die Umwelt – wenn man mit dem Auto zum Bioladen fährt, oder zu Fuß zum Discounter geht? Nach jeder Frage klären die Experten auf, welche Alternative welche Folgen für die Umwelt hat und wie man im Laden die besten Entscheidungen trifft. An der Umfrage kann man sowohl analog als auch digital teilnehmen.

Ebenfalls im 1. Stock zeigt das NAWAREUM des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) von 15 bis 17 Uhr mit Hilfe von Lupe und Mikroskop, welche geheimen Inhaltsstoffe sich in handelsüblichen Shampoos und Duschgels verbergen. Ist da wirklich so viel Mikroplastik drin, wie man immer hört? Und was passiert eigentlich, wenn dieses ins Abwasser und irgendwann auch mal ins Meer gelangt? Auf Wunsch kann jede/r Besucher*in das eigene Lieblings-Körperpflegeprodukt mitbringen und von den Expertinnen auf Mikroplastik überprüfen lassen.

Den krönenden Abschluss des Aktionstages stellt die Autorenlesung mit Sylvia Schaab „Es geht auch ohne Plastik: Die 30-Tage-Challenge für die ganze Familie!“ dar. Die Augsburger Journalistin und Bloggerin lebt bereits seit mehreren Jahren mit ihrer fünfköpfigen Familie nahezu plastikfrei und gibt Tipps, wie innerhalb von 30 Tagen die Weichen für ein nachhaltigeres Leben ohne Verpackungsmüll gestellt werden können. (Eintritt 12 Euro, Tickets erhältlich unter www.okticket.de).

Und wer nach diesem Tag gleich hochmotiviert in ein neues, plastikfreies Leben starten möchte, hat beim angebotenen Verkaufstisch von „Füllgut“ dem Straubinger Unverpackt-Laden, vor und nach der Lesung die Gelegenheit, sich mit allem einzudecken, was dafür nötig ist.


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