09.10.2019, 18:12 Uhr

Grünpflegeplan wird umgesetzt Mehr als nur grüner, entbehrlicher Zufallsbewuchs am Murner See

Die Grünpfegemaßnahmen betreffen den prominenten Bereich entlang des Westufers des Murner Sees. (Foto: Michael Weiß/VG Wackersdorf)Die Grünpfegemaßnahmen betreffen den prominenten Bereich entlang des Westufers des Murner Sees. (Foto: Michael Weiß/VG Wackersdorf)

Wie soll die Natur am Murner See gestaltet werden? Wo schafft man Lebensräume für Tiere und wo soll der See für Anwohner und Besucher attraktiver gestaltet werden? Die Gemeinde Wackersdorf hat das Landschaftsarchitekturbüro Thammer aus Schönsee beauftragt, einen Grünpflegeplan für den Bereich Wohngebiet Rauberweihermühle zu entwerfen. Der Gemeinderat hat den vorliegenden Plan im März 2019 beschlossen, jetzt starten erste größere Maßnahmen entlang des Westufers des Murner Sees.

WACKERSDORF Der Plan basiert auf einer genauen kartografischen Dokumentation des aktuellen Status Quo, aus ihm ergeben sich konkrete Maßnahmen zur Grünpflege. Für die Erstellung des Plans fanden mehrere Ortsbegehungen statt, der Plan wurde außerdem mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes abgestimmt. Er umfasst des Weiteren genaue Arbeitsmaßnahmen, Arbeitsschritte und daraus resultierende Kosten und schließt das Projekt Baugebiet Rauberweihermühle ab.

Die Maßnahme soll zum einen eine transparente Grundlage für „geordnete“ und gepflegte Grünanlagen schaffen. Vom „natürlich“ gewachsenen Baum bis zur vom Bauhof gepflanzten Hecke wurden der gesamte Bestand dokumentiert und daraus jeweils konkrete Pflege- und Umgestaltungsmaßnahmen definiert. Zum anderen soll der Grünpflegeplan das Bewusstsein für den Naturraum am Murner See schärfen. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise immer wieder Bäume und Sträucher ohne Berechtigung entfernt oder angesägt. „Wir haben damals schon gesagt, dass wir hier konsequent nachpflanzen werden. Jetzt ist es so weit“, schildert Bürgermeister Thomas Falter.

Der Plan schafft nicht nur eine Grundlage für eine gezielte und „symptomatische“ Nachpflanzung, sondern betont, dass es sich beim Uferbewuchs um mehr als nur grünen und entbehrlichen Zufallsbewuchs handelt. Dabei sollen mehrere Bereiche abgedeckt werden, so Landschaftsarchitekt Andreas Thammer: „Es geht zum einen um Naturschutz, um Lebensräume für Tiere und Insekten. Das beginnt schon beim Mähen der Grasflächen. Der Plan stellt sicher, dass wir nie einen Komplettschnitt haben, sondern auch immer Flächen mit dichtem und hoch gewachsenen Gräsern und Sträuchern als Habitate stehen bleiben. Es geht zum anderen aber auch um die Anwohner im Baugebiet Rauberweihermühle und natürlich die vielen Besucher und Gäste – alle nutzen den See, allen Anliegen möchten wir hier Rechnung tragen.“

Der ausführliche Plan und weitere Details sind auf der Homepage der Gemeinde Wackersdorf unter www.wackersdorf.de abrufbar. Für Fragen zu Grünpflegeplan und -maßnahmen steht außerdem Elke Mandl-Kimmer von der Verwaltung, per Mail an elke.mandl-kimmer@wackersdorf.de oder unter der Telefonnummer 09431/74 36-421 zur Verfügung.


0 Kommentare